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Qualitätssiegel #3: Fair Wear Foundation

Da es hier im Bereich Grüne Mode in letzter Zeit wieder etwas ruhiger geworden ist, fanden wir es ist mal wieder an der Zeit euch einen Artikel zum Thema Qualitätssiegel zu tippen. Heute stellen wir euch eine weitere Organisation vor, die nachhaltige Klamotten fördert und kennzeichnet. Leider noch weniger bekannt, die FWF (Fair Wear Foundation). Brands von FWF, also sozusagen Unterstützer, sind unter anderem Acne, Nudie Jeans,  und J.C. Rags. Weitere Brand der FWF findet Ihr hier.

Die Fair Wear Foundation setzt sich hauptsächlich für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie ein. Um dieses Ziel mit ihrem Siegel zu zertifizieren hat FWF einige Grundprinzipien aufgestellt. Diese sind die Übernahme von Verantwortung in der gesamten Lieferkette, denn der Kodex für verbesserte Arbeitsbedingungen kann nur erfüllt werden, wenn alle Stationen aktiv werden. Sowohl bei der Produktion, bei den Zwischenhändlern aber auch in den Textilfabriken muss darauf geachtet werden. Die Arbeitsbedingungen, die FWF als Standard setzt richten sich nach den Richtlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der UN Deklaration und damit auf international anerkannten Standards.

FWF hat acht Arbeitsstandards festgeschrieben, die Grundlage und Ziele der Organisation sind. Diese großflächig umzusetzen ist die Passion. Ich beschreibe diese acht einmal in Kurzform:

1. Verbot von Zwangsarbeit

2. Verbot von Diskriminierung

3. Verbot von Kinderarbeit

4. Das Recht sich zusammenzuschließen und Vereinigungen zu gründen

5. Das Recht auf angemessenes  Gehalt

6. Das Recht auf angemessene Arbeitszeiten

7. Sichere und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen

8. Legal geschlossene Arbeitsverträge

Hierbei geht es vor allem darum die Arbeitsbedingungen in den produzierenden Ländern zu verbessern. Wo Menschen eben doch oft unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten müssen. Die Länder in denen der FWF hauptsächlich tätig ist, liegen hauptsächlich in Europa. Etwa Portugal, Italien Polen oder die Ukraine sind hier zu nennen mit einer großen Anzahl von zertifizierten Fabriken. Außerdem liegt das Tätigkeitsfeld in Asien, in China, Indien, Bangladesh, Vietnam, Laos und Thailand. Das einzige Land in Afrika ist Tunesien.

Die Verifizierung wird durch verschiedene Akteure verhandelt und durch externe Experten unterstützt, so dass die Verifizierung sicher und glaubhaft bleibt. Der Prozess spielt eine wichtige Rolle um die verbesserten Arbeitsbedingungen zu erreichen, d.h. es soll über langfristige Wirtschaftsbeziehungen erreicht werden. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die Einbindung lokaler Partner bei der Gestaltung der Maßnahmen und dem Vorgehen in den jeweiligen Ländern und Regionen. Außerdem wird Transparenz groß geschrieben. Über Vorgehensweisen und Ergebnisse in Form öffentlicher Berichterstattung zu informieren, macht das Siegel glaubhaft und nachvollziehbar.

Die Arbeit von FWF ist wirklich sehr wichtig. Gerade die Menschen, die unter den niedrigen Weltmarktpreisen für Textilien leiden haben eine sehr geringe Lobby und brauchen Hilfe von Organisationen. wie der Fair Wear Foundation. Wer noch mehr Informationen haben möchte, besucht am besten die Homepage von FWF. Wie haben hier noch ein Video, das das Ganze sehr gut erklärt:

Blackalicious “Imani, Vol. 1” – Erstes Album nach zehn Jahren

Blackalicious veröffentlichen mit „Imani, Vol 1” am 16.10.2015 über OGM Recordings / Caroline International ihr erstes Album nach zehn Jahren. Erst im letzten Jahr wurden Millionen Zuschauer an einen der größten Hits der Gruppe erinnert, als Harry Potter-Darsteller Daniel Radcliffe den Song „Alphabet Aerobicsin der Tonight Show von Jimmy Fallon rappte.

Mit „Imani, Vol 1” zeigt sich das aus Gift of Gab und Chief Xcel bestehende Duo aus Kalifornien nach langer Auszeit in musikalischer Höchstform und wird seinem hart erarbeiteten Ruf als eine der innovativsten Hip-Hop Gruppen abermals gerecht. „Imani, Vol 1” ist der erste Teil einer Trilogie, die über den Zeitraum von zwei Jahren veröffentlicht wird. Es ist Blackalicious’ bis dato anspruchsvollstes und vollkommenstes Werk – geprägt von Spiritualität, Selbstwahrnehmung und positiver Einstellung.

Die Umstände, die zum Album führten, dienen als inspirierendes Beispiel von Triumph über persönliches Schicksal. Imani, das Swahili Wort für Glauben, ist ein besonders wichtiges Projekt für Blackalicious. Der Entstehungsprozess ging Hand in Hand mit Gabs Kampf um seine Gesundheit, nachdem er an Nierenversagen erkrankte und auf der Suche nach einem Nierenspender war. Bis heute ist er auf eine regelmäßige Dialyse angewiesen – auch auf Reisen und während der Tour, die Blackalicious zwischen dem 17.-22. November auch nach Berlin, Hamburg, Köln und Wien führen wird.

TRACKLIST von Imani, Vol 1
01. Faith (feat. Amde of The Watts Prophets)

02. Blacka

03. Ashes To Ashes

04. On Fire Tonight (feat. Myron of Myron & E)

05. Escape

06. The Sun (feat. Imani Coppola)

07. That Night (feat. Vursatyl and Jumbo of The LifeSavas)

08. Inspired By (feat. Bosko)

09. We Did It Again (feat. Danielle Flax)

10. I Like The Way You Talk

11. Twist Of Time

12. The Blow Up

13. Loves Gonna Save The Day (feat. Fantastic Negrito)

14. Alpha And Omega (feat. Lateef, Lyrics Born, Monophonics, & DJ D Sharp)

15. The Hour Glass

16. Imani (feat. Zap Mama)

und hier die bislang veröffentlichten Track aus dem am 16.10. erscheinendem Longplayer – “On Fire Tonight” feat. Myron of Myron & E und mein Favorit “The Blow Up”

Tourdaten in Deutschland und

Österreich

17.11. – Wien – B 72
19.11. – Hamburg – Kleiner Donner
20.11. – Berlin – Gretchen ( + The Smells / Konichiwa Bitche$ )
22.11. – Köln – Club Bahnhof Ehrenfeld

INFO

Am 16.10.2015 veröffentlichen Blackalicious ihr erstes Album nach zehn Jahren. Mit “Imani, Vol 1” zeigt sich das Duo aus Kalifornien in musikalischer Höchstform und steht ihrem hart erarbeiteten Ruf als eine der innovativsten Hip Hop Gruppen in nichts nach. Das Album präsentiert Gift of Gab’s clevere Wortspiele und Chief Xcel’s einzigartige Melodien auf einem Mix aus Beat-Produktion und Live-Instrumenten.

Imani, Vol 1” ist der erste Teil einer Trilogie, die über den Zeitraum von zwei Jahren veröffentlicht wird. Es zeichnet sich als Blackalicious’ bis dato anspruchsvollstes und vollkommenstes Werk aus – geprägt von Spiritualität, Selbstwahrnehmung und Positivität. Die Umstände, die zu dem Album führten zeigen ein inspirierendes Beispiel von Triumph über persönliches Schicksal. Imani, das Swahili Wort für Glauben, ist ein besonders wichtiges Projekt für Blackalicious. Dessen Titel spiegelt wider, was die Worte und Music inspirierte.




“Glaube ist in den letzten Jahren zu einem großen Wort in unserem Leben geworden“, so Gift of Gab. “Wir wurden beide mit persönlichen Situationen konfrontiert, die uns viel Vertrauen abverlangten und uns dazu zwangen, über viele Dinge nachzudenken. Die meisten unserer Alben waren davon geprägt, wo wir uns zum jeweiligen Zeitpunkt in unserem Leben befanden, und genauso war es auch auf diesem.“

Der Entstehungsprozess von ‘Imani, Vol. 1’’ ging Hand in Hand mit Gab’s Kampf um seine

Gesundheit, nachdem er an Nierenversagen erkrankte und sich einer Dialyse unterziehen musste, während er auf der Suche nach einem Nierenspender war.

“Meine Nieren versagten Anfang 2012, als wir begannen, am neuen Album zu arbeiten“, erzählt Gift of Gab. “Ich benötigte eine Dialyse, das bedeutet, dass ich diese jederzeit machen muss, auch auf Reisen und auf Tour. Als mir die Diagnose mitgeteilt wurde gab es einen dunklen Moment, in dem ich mich fragte, ob ich weitermachen kann. Aber dann wurde mir klar, dass niemand und nichts mir jemals meine Kreativität rauben wird. Dass dies ein Umstand ist, mit dem ich kurzzeitig leben muss und sich einiges verändern wird, aber es nichts daran ändert, dass ich ein kreativer Mensch bin. Als mir das klar wurde, fühlte ich mich inspiriert und fing an zu schreiben, und das alles wurde mit zum Antrieb für dieses Album.“

„Imani, Vol. 1” zeigt, dass Blackalicious so kreativ sind wie eh und je. Rapper Gift of Gab und Produzent / DJ Chief Xcel freuen sich auf ihre Rückkehr ins Rampenlicht und sich wieder ihrer loyalen Fan Base zu präsentieren.

“Unser Publikum besteht aus Menschen, die Musik und Kunst als einen wichtigen Teil ihres Lebens sehen, und nicht nur als ein austauschbares Accessoire“, so Chief Xcel. “Für diese Menschen machen wir Musik – die, die sie brauchen. Ich bin einer dieser Menschen. Imani bedeutet Glaube auf Swahili und genau das verbindet uns. Wir sind so gefestigt in unserer Berufung, dass wir nichts hinterfragen, wir wissen es einfach. Wir haben keine Angst vor dem Unbekannten, wir folgen einfach unserem Glauben, wo auch immer er uns hinführt.“

Geschenkideen für Männer #1 – Rum

Wie du an der #1 in der Überschrift erkennen kannst, scheint es sich hier, um eine neue Beitragsserie zu handeln. Und damit hast du recht. Mit Geschenkideen für Männer widme ich mich einem Thema, welches immer wieder offene Fragen aufwirft. Nicht nur bei mir.

Erst im Juli bekam ich diese Frage von meiner Frau gestellt, als sie nach einer Idee für mein Geburtstagsgeschenk suchte. Im August habe ich mir selbst diese Frage gestellt, als ich auf der Suche nach einem Geschenk für meinen Vater war. So oder so, Anlässe scheint es genügend zu geben, für die man(n) sich die Frage stellt: „Was kann man diesem Mann schenken?“.

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Genau diese Frage möchte ich mit meiner neuen Beitragsserie beantworten. Oder dir und den anderen Lesern zumindest ein wenig Inspiration geben, was man den verschenken kann. Dabei finden sich unter den Geschenken für Männer sowohl preiswerte, als auch teure sowie unbezahlbare Geschenke, weil sie eben nur für diesen einen Mann geschaffen wurden.

Dem ersten Beitrag möchte ich heute einem, nennen wir es Mal typischen Männergetränk widmen: Rum. Aber keine Sorge es geht hier nicht um reine Fakten welche ich dir präsentieren möchte, vielmehr möchte ich dir den als den „Besten Rum der Welt“ ausgezeichneten Ron Barceló vorstellen. Doch damit noch nicht genug, zum Ende des Beitrags kannst du und zwei andere Leser jeweils ein exklusives Ron Barceló Paket gewinnen. Hört sich doch gut an, oder?

Rum – mehr als nur Alkohol

Hat sich Whisky mittlerweile auch in unseren Breitengraden als Genussgetränk durchgesetzt, ist es bei Rum noch nicht so der Fall. Zumindest habe ich dieses Gefühl, was man alleine an den Preisen im Supermarkt / Getränkemarkt sieht. Während bei Rum bereits ab 40 Euro eine gute Spirituose zu bekommen ist, bewegt sich der Käufer beim Whisky qualitativ eher im Mittelfeld. Aber eigentlich sollten wir uns darüber nicht beschweren. So gibt’s gute Leistung zu vernünftigem Preis – auch nicht schlecht.

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Rum ist mehr als nur ein Getränk, es ist Genuss, es ist ein Anlass sich ein wenig Zeit zu nehmen, um bewusst zu genießen. Daher ist es sicherlich nicht verkehrt eine gute Flasche zu verschenken. Geht es hierbei eher zweitrangig um den Alkohol und vielmehr darum, dass sich der Beschenkte ein wenig Zeit nimmt und bei einem guten Glas Rum seine Gedanken kreisen lässt.

Dabei kannst du dem Beschenkten noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie dieser seinen Rum richtig trinken und vor allem genießen kann. Zunächst sollte man beim Trinken darauf achten keine Eiswürfel zu verwenden, da das Getränk ansonsten an Aroma verliert. Weiterhin trinkt man diesen am besten bei Zimmertemperatur in einem geeigneten Glas. Kleine Schlucke sind vollkommen okay, lieber weniger und dafür genießen und denk daran, dass die Nase auch daran riechen sollte, um in den Genuss des Rums zu kommen.

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Aber nun drifte ich doch wieder ein wenig in trockene Fakten ab, widmen wir uns lieber dem Flüssigen, in diesem Fall Ron Barceló. Schließlich sollst du auch wissen, was du am Ende des Beitrags gewinnen kannst.

Rum von Ron Barceló

Im Jahr 1930 begann die Geschichte der Destillerie Santo Domingo Barceló & Co., als diese von Julian Barceló gegründet wurde. Noch im selben Jahr begann er mit der Produktion eines hervorragenden Rums. Dabei zählt vor allem der Ron Barceló Imperial zum Highlight des Barceló-Sortiments. Denn innerhalb kürzester Zeit nach Einführung in den Markt erlangte er wiederholt die Auszeichnung „Bester Rum der Welt“ des angesehenen Beverage Institute of Chicago. Diese Entscheidung geht zurück auf die brillante kupferrote Farbe, zehn Jahre Reifung in Eichenfässern, eine satte Buttertoffee-Note und einer Spur von Tabakblättern und Pfeffer.

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Mit der Dominikanische Republik hat sich Julian Barceló genau richtig für den Standort seines Unternehmens entschieden. Denn Mitten im Herzen der Karibik bietet dieses Fleckchen Erde ideale Bedingungen für die Reifung. Bester Zuckerrohr als Basis und einer konstanten Durchschnittstemperatur von 30˚C und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent entspricht ein Jahr Reifung dort der von vier Jahren in Schottland.

Gewinne eines von drei Rum-Paketen von Ron Barceló

Gemeinsam mit Ron Barceló verlose ich drei Pakete, bestehend aus einer Flasche Ron Barceló Imperial sowie 4 Rum-Gläser der Marke Ritzenhoff. Als kleine Ergänzung kann ich darauf hinweisen, dass die perfekte Ergänzung des Ron Barceló Imperial die Vasco da Gama Rum Cigarre ist. Aromen des preisgekrönten Rums vereinen sich während der Lagerung neben dem offenen Rum mit feinstem Tabak aus Kuba und der Dominikanischen Republik. Das Ergebnis ist ein aromatisch ausgewogener Rauchgenuss mit feinen Eichennoten.

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Ein Foto deines möglichen Gewinns habe ich dir zuvor eingebunden. Nun geht es nur noch darum zu klären was du machen musst, dass du Besitzer eines von drei Rum-Paketen wirst. Doch keine Sorge, das Gewinnen ist echt kein Buch mit sieben Siegeln. Teile mir und den anderen Lesern bis zum nächsten Mittwoch, den 26.08.2015 um 20:00 Uhr, in den Kommentaren mit, zu welchem Anlass du ein Glas dieses Rums trinken würdest.

Unter den eingegangenen Kommentaren entscheidet der Zufall wer gewonnen hat und vielleicht bist du schon bald der glückliche Besitzer eines Rum-Pakets von Ron Barceló. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nun viel Erfolg beim Gewinnspiel.

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Mit freundlicher Unterstützung von Ron Barceló

1×1 der Anzugspflege

Die richtige Pflege für den Herrenanzug ist nicht nur wesentlich für ein perfektes Erscheinungsbild, sondern macht die relativ hohen Anschaffungskosten dauerhaft betrachtet adäquater. Auch der beste Anzug erleidet bei falscher oder mangelhafter Handhabung immer Qualitätseinbußen, die auch sichtbar zu Tage treten.

Der feine Unterschied wird mit Sicherheit erkannt. In der Folge werden hier Denkanstöße für den Alltag und Tipps für einfachste Pflege vorgestellt, welche diesen feinen aber wichtigen Unterschied nach außen lange am Leben erhalten werden und zugleich den eigenen Geldbeutel schonen.

Die Reinigung eines Anzugs

Der typische Ablauf von heute beschränkt sich auf eine kurze Überlegung nach dem Tragen des Anzugs: In die Reinigung oder in den Schrank? Eventuell ein kurzes Riechen in der Achselgegend, Blicke auf vorhandene Flecken und die Entscheidung ist getroffen. Doch was wäre die richtige Antwort? Weder, noch!

Die chemische Prozedur erscheint uns als beste und einzige Lösung. Immerhin ist eigenständiges Waschen in der Maschine so gut wie immer verboten. Im Detail betrachtet ist es aber die teuerste und umständlichste Form von Reinigung.

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Oftmals ist es nicht einmal einfach, ein Reinigungsunternehmen mit Parkplatz vor der Türe zu finden. Doch ist es nicht beste und gar einzige Möglichkeit, ein unausweichliches Muss? Nein – Chemie ist der größte Feind der guten Passform.

Diesem Naturgesetz haben auch der teuerste Stoff und die penibelste Verarbeitung nichts zu entgegenzusetzen. Das Innenfutter selber leidet unter jeder chemischen Reinigung. Experten raten zu diesem Schritt daher nur einmal im Jahr.

Anstatt dieser Prozedur sollte einfach eine passende Kleiderbürste griffbereit sein und nach jedem Tragen seine Verwendung finden. Zuerst sind dabei die Taschen zu leeren und ein sanftes Abreiben des Außenstoffes leistet beste Dienste.

Es gibt unterschiedliche Borstenarten. Bei der Auswahl kann man direkt auf die jeweiligen Anforderungen des Materials Bezug nehmen. Staub und Schmutz werden dabei sehr gut entfernt und das Material leidet längst nicht derart darunter wie bei industrieller Reinigung. Gerade bei synthetischen Borsten finden sich heute die „Mercedes“ unter den Kleiderbürsten – die Mär aus Großmutters Zeiten, Tierhaare wären immer das Ideal, gilt als überholt.

Spezielle Borsten aus Pflanzen aller Welt zählen ergänzend noch immer als Geheimtipp und sind auch nicht breitflächig am Markt zu finden. Es kann auch Freude bereiten, sich ein kleines Repertoire an Bürsten für verschiedene Materialien anzusammeln und selber ein Gefühl dafür zu entwickeln.

Nach dem Bürstvorgang sollte der Anzug an frischer Luft belassen werden. Eine Nacht am Balkon, vor dem geöffneten Fenster oder auf der Terrasse ist Balsam gerade für häufig getragene Stücke. Es sollte, auch aus Stilgründen, auf ein Tragen an nacheinander folgenden Tagen verzichtet werden. Eine Ruhepause bei besten Bedingungen tut dem Kleidungsstück gut.

Bei Wollanzügen bieten sich noch feinere Möglichkeiten, welche im Vergleich zu ihren sonstigen Vorteilen doch relativ selten angewendet werden: Dampfbehandlungen bringen den Fasern ihre Elastizität zurück. Es muss nicht unbedingt mit dem Dampfbügeleisen gearbeitet werden – ein bloßes Aufhängen im Badezimmer während der Dusche oder Vollbad leistet beste Dienste.

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Gute Pflege endet aber nicht an der eigenen Haustüre. Was Damen zum Schutz der Frisur schon längst berücksichtigen, gilt auch für den Anzug beim Herrn: Regenschauer können, gerade nicht bei besonders hochwertigen Materialien, dem Gesamteindruck den Todesstoß verpassen – also schlicht: Regenschirm nicht vergessen und bei feuchten Witterungsverhältnissen einen Mantel überziehen!

Die richtige Aufbewahrung des Anzugs

Die Ablage des Anzugs ist ausschlaggebend für seine Form, während beim Tragen ohnehin die beste Form gewahrt bleibt. Bei der Verwendung von zu kleinen oder instabilen Kleiderbügeln sackt der Oberteil in sich zusammen und gerät außer Form.

Damit behält auch heute zumindest beim Anzug oder Sakko der gute alte Kleiderbügel aus Holz, und zwar in der richtigen Schultergröße für den Herrn, seine Bedeutung. Sollte doch einmal ein unpassender Bügel herangezogen worden und nun Faltenbildung die Folge sein, leistet der Einsatz des guten alten Dampfbügeleisens Abhilfe.

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Findet das gute Stück voraussichtlich nun länger keine Verwendung, weil es doch seiner zweckgemäßen Jahreszeit vorbehalten ist, sollte man zumindest auf Vakuum-Beutel zurückgreifen und es darin verstauen. Es wird keine Motte seinen Weg ins Innere finden. Heute aber gibt es schon spezielle Kleidersäcke, die auch zum Reisen beste Handhabung und Schutz gewähren.

Es handelt sich um spezielle Kleiderhüllen mit Zippverschluss. Das Material sollte natürlich wetterbeständig sein, wenn der Transport vor all seinen Risiken geschützt bleiben muss. Immerhin hat man auf Geschäftsreisen nur noch beschränkte Möglichkeiten, seinen Anzug kurzfristig in Form zu bringen. Ideal sind bei Reisen zusammenklappbare Erzeugnisse.

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Besonderes Augenmerk ist auch auf die Anzug-Hose zu richten: Bund- und Bügelfalten sind unbedingt zu berücksichtigen. Ein wahlloses Hängen beeinträchtigt die Passform in hohem Ausmaß.

Besonderheiten hinsichtlich des Anzugstoffes

Manchmal lohnt Recherche zu den Materialien um Besonderheiten schon prophylaktisch Paroli zu bieten. Vorab ist zu unterscheiden, ob man sich für synthetische Stoffe oder natürliche Materialien entschieden hat.

Erstere überzeugen durch Knitterfreiheit und Robustheit, die anderen sind dafür atmungsaktiver. Je nachdem gelten andere Regeln. Während Baumwolle knittert, aber besonders atmungsaktive Kleiderstücke hervorbringt, kann sich der Synthetik-Fan auf gute Passform verlassen und muss nur den Anforderungen des Stoffwechsels Rechnung tragen.

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Für Viele scheint die Lösung in der Mitte zu liegen: Mischmaterialien. Hohe Beliebtheit wird allerdings mit gutem Grunde Wollstoffen beim Herren-Anzug zuteil.

Vorteile und Pflege der Wollstoffe

Sie gelten als knitterfreie Anzugsstoffe. Schur –und Kaschmirstoffe sind zudem atmungsaktiv. Ein feiner Wollstoff ist ideal für Business-Anzüge und verleiht der Optik durch die Reflexion einen edlen, glänzenden Touch. Hier wurden einige Tipps zum Ausgangsmaterial zusammengestellt:

  • Ein kurzes Durchlüften reicht für die Verflüchtigung von Gerüchen grundsätzlich aus. Damit ist gemeint, dass typische Gerüche verfliegen – wer natürlich im Fischladen an der Schlange steht oder der Herzensdame im Nagelstudio stundenlang Gesellschaft leistet, sollte der Prozedur längere Zeit einräumen.
  • Kaschmir fordert eine ähnliche Behandlung wie das menschliche Haar ein – milde Haar-Shampoos in niedriger Menge mit lauwarmen Wasser und Lappen schaffen Abhilfe bei Flecken.
  • Kleinen Wollknötchen rückt man mit der Fusselmaid zu Leibe
  • Auswringen und feste Reibungen führen zum Bruch der Haare – das ist immer, auch bei geringeren Anteilen, zu unterlassen.
  • Kaschmir an sich wäre auch mit der Waschmaschine zu waschen – doch Vorsicht: Bei Anzügen sind andere Faktoren mit zu berücksichtigen, auch wenn neuere Waschmaschinenmodelle mit Spezialgängen hierzu einladen. Pflegeanleitungen sind, nicht zuletzt wegen des Innenfutters, unbedingt zu beachten!

Wer diese Tipps beachtet, wird belohnt. Und das in mehrfacher Hinsicht: Nicht nur das Erscheinungsbild wird optimiert, auch der Anzug hält länger und wird nicht so rasch unansehnlich. Auch die Kosten für chemische Reinigung summieren sich und sind doch bis auf seltenere Einsätze nicht nur vermeidbar, sondern sogar abträglich.

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Copyright Fotos: umbrella portrait von gato-gato-gato (Flickr) | laundromat dry cleaning von Katina Rogers (Flickr) | Suit von Jonathan Mueller (Flickr) | Suits von Robert Sheie (Flickr)

Wie isst man(n) was?

Manche Gerichte verzehrt man auf ganz eigene, spezielle Weise. Warum, darf dahingestellt bleiben. Es gehört zum guten Ton. Gerade diese Unterschiede heben sich von den allgemeinen Tischregeln ab, die anders zu speisenden Gerichte grundsätzlich sind selten am privaten Menüplan zu finden und stellen auch in Restaurants keine alltägliche Nachfrage dar. Gerade das verleiht ihrer Darbietung aber eine besondere, oft gehobene Note.

Es liegt auf der Hand, dass diese Unterschiede die Frage des persönlichen Stils ausmachen, welche nicht mit bloßem Allgemeinwissen beantwortet werden können. Wenigstens einmal muss man sich damit auseinandergesetzt haben. Wohl wissend bereitet man sich bei seltenen Gerichten vor aber manchmal wird man spontan auch bei den alltäglichen Speisen – in Gesellschaft – vor Herausforderungen gestellt.

Fragen wie „Was tun mit den Melonenkernen?“ oder „Gerollte Spaghetti auf der Gabel werden zu einem großen Kloß – was tun?“ Auch zu alltäglicheren Fragen sollte man sich zumindest einmal updaten, unverhofft kommt oft.

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Gehobenes Niveau – ein Muss?

Während in anderen Kulturkreisen der Verzehr besonderer Gerichte nach wie vor als gesellschaftliches Muss gilt und teils von Mythen begleitet ist, wo – wissenschaftlich freilich nicht belegte Fabeln – bei manchem Verzehr sogar eine Stärkung der Manneskraft versprochen wird, bestand auch bei uns lange Zeit ein gewisser gesellschaftlicher Druck, aus „Höflichkeit“ die Menüvorgaben des Gastgebers selbstlos zu übernehmen.

Hier fand aber ein gesellschaftlicher Wandel bereits bei der Erziehung statt – auch wenn uns vereinzelt noch der Spruch am elterlichen Tisch zumindest vom Hörensagen bekannt ist, demnach „gegessen wird, was auf den Tisch kommt“. Pädagogisch ist das überholt und heute stärkt man seinen Nachwuchs darin, die eigenen Präferenzen auch nach außen zu vertreten.

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Ebenso gilt es heute als nicht zeitgemäß, zu einer Tischrunde mit eigenwilligen Speisevorgaben zu laden und dem Gast keine individuellere Alternative anzubieten. Laktose-Intoleranz, Allergien, insbesondere ethische Anschauungen und der bloße Geschmack erhielten mittlerweile einen gebührenden Stellenwert.

Die gängigsten Gerichte mit besonderen Essregeln sollten aber nicht aufgrund mangelnder Kenntnisse über den Verzehr abgelehnt werden, vielmehr sollte sich jeder mit den richtigen Umgang vertraut machen. Daher habe ich nachfolgend ein paar nicht so alltägliche Gerichte etwas näher betrachtet.

Schnecken essen, so geht’s

Grundsätzlich gilt bei Schnecken die Verwendung von Schneckengabeln und Schneckenzangen. In der linken Hand ist das Gehäuse mit der Scheckenzange zu umfassen, während man mit der rechten Hand die Gabel festhält und damit das Fleisch löst. Sie unterscheidet sich von typischen Ess-Gabeln durch bloß zwei Zinken, welche auch ziemlich zierlich ausgestattet sind.

Das ist ein einfacher Vorgang, doch sollte man wissen, dass die zeitgemäße Variante das Servieren bereits ohne Schneckenhaus erlaubt. Dann bekommt man auch eine normale Gabel vorgelegt. Gerade kleinere Tiere können nur schwer mit der Zange umfasst werden. Häufig zerbricht dabei das Gehäuse. Man darf sie dann mit der bloßen Hand festhalten. Bei der Zugabe von Kräuterbutter kann diese gemeinsam mit dem Fleisch auf einem Löffel zum Mund geführt werden.

An dieser Stelle besteht selbst nach Knigge eine kleine Ausnahme im Zusammenhang mit Brot und Tunke: Wenn die Teller kleine Einbuchtungen aufweisen, worin die Schnecken abgelegt wurden und sich die Butter sammelt, lässt sie sich mit dem Löffel nicht erfassen. Daher darf man hier kleine Brotstückchen eintunken. Normalerweise ist das nämlich streng verpönt.

Krebse, Austern und Fingerschalen

Fingerschalen werden immer dann gereicht, wenn ausnahmsweise der Verzehr per Hand erlaubt ist. Sie befinden sich links vom Teller. Darin wird lauwarmes Wasser geboten, welches aus dekorativen Gründen etwa mit Zitronenschalen oder Minze angereichert wird. Eine Funktion kommt diesen Zusätzen aber nicht zu. Dazu bekommt man freilich eine eigene Serviette, um die Hände stets trocknen zu können. Der Essvorgang selber ist simpel und muss daher nicht veranschaulicht werden.

Melone – Standard, aber dennoch aufgepasst!

Die Herausforderung beim Essen einer Melone wird umso evidenter, wenn man sich dabei in Gesellschaft befindet. Der klebrige, aber erfrischende, süße Saft einer Wassermelone ist zwar beim Verzehr gerade an heißen Tagen angenehm, doch an den Händen ein unangenehmer und unappetitlicher Effekt. Zudem ist die Entfernung der Kerne lästig und störend. Dadurch sollte man sich aber nicht davon abhalten lassen, auch bei offiziellen Anlässen zuzugreifen. Noch immer gibt es keinen höheren Mehrwert für den menschlichen Organismus als bei frischem Obst.

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Als „Vorarbeit“ der guten Küche wird die Melone bereits in kleinen Scheiben serviert. Wer das Mitessen der Kerne bevorzugt, begeht keinen Fauxpas. Ebenso wenig aber gälte der Verzicht auf dieses nicht verallgemeinerungsfähige Vergnügen als unschicklich: Man kann Kerne mit in den Mund führen und auf diskrete Weise in die linke Hand spucken. Allerdings ohne Abstand und als geräuschfreier Vorgang.

Spaghetti rollen so geht’s richtig

Eigentlich ist es logisch: Je länger die Spaghetti, desto dicker die Rolle auf der Gabel. Genauso logisch aber ist es, dies erst dann erkennen zu können, wenn bereits aufgerollt wurde. Mit der Gabel in der rechten Hand werden daher zuerst einmal nur zwei bis drei Spaghetti aufgespießt. Dann hat man ein Gefühl für die Länge und kann in der Folge die Menge anpassen – Vorsicht: recht viel mehr an der Zahl sollten es aber pro Bissen nicht werden. Man dreht noch am Teller, nicht aber am Löffel. Dies wäre passé. Heute kann auch auf den Löffel verzichtet werden. Zur Sicherheit: Schneiden der Spaghetti zwecks Vereinfachung ist nur bei kleinen Kindern erlaubt!

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Essen mit Stäbchen

Essen mit Stäbchen wurde uns von Knigge nicht vorgegeben. Vielmehr sind die Vorbilder in anderen Regionen bekannt. Man legt ein Stäbchen in die Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger. Nur rund ein Drittel der Eigenlänge darf es die Hand überragen. Man muss es mit dem Ringfinger stets abstützen, damit es auch gerade bleibt. Das zweite Stäbchen kommt zwischen Zeige- und Mittelfinger. Gedrückt wird mit der Daumenkuppe, ähnlich wie beim Halten eines Bleistifts.

Die Spitzen der zwei sind nun zu kreuzen. Das untere Stäbchen soll sich dabei nicht bewegen, nur das obere wird gesteuert. Dazu verwendet man Zeige- und Mittelfinger. Die Enden sind wie kleine Zangen zu verwenden. Es gilt: Übung macht den Meister! Den meisten Menschen macht es Spaß.

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Mit den hier dargestellten Unterschieden ist man bestens auf den nächsten Restaurantbesuch vorbereitet, unabhängig davon, ob typische Alltagsgerichte oder Besonderheiten auf den Tisch kommen. Dennoch: Manche Abläufe brauchen Übung. Wenn man sich bei dem einen oder anderen Gericht unsicher fühlt, geht nichts über Ausprobieren.