Category Archives: Paris

Der Moustache

Männer werden immer experimentierfreudiger, was das Thema Bärte angeht. Egal ob Moustache, Drei-Tage-Bart oder Vollbart, alles kann jetzt getragen werden. Heute wollen wir uns einem Trend widmen der schon seit einiger Zeit aus verschiedenen Ländern getragen wird und nun auch zu uns herüber schwappt, der Moustache. Besonders bin deutschen Szenevierteln ist er beliebt, doch wie trägt man ihn und wo kommt er eigentlich her?

Trendentwicklung des Moustache

Während vor einigen Jahren der Moustache noch als Prollo- und Pornoaccessoire galt, wird er nun wieder cool und hip. Zu verdanken haben wir das verschiedenen Einflussfaktoren. Zum einen schwappt der Moustache-Trend aus Finnland bzw. Skandinavien zu uns herüber. Dort tragen schon viele junge Szene Menschen schon länger den Oberlippenbart um hip, cool und unangepasst zu sein. Der Moustache ist also eine Form der Abgrenzung und Kennzeichnung von Subkulturen. Neben dem echten Bart, gibt es auch den sogenannten „Fake-Moustache“ Trend, der aus Amerika einreist. Dieser findet seinen Ursprung bei Sean Connery, der ein Bild von sich mit einem Moustache, mit der Überschrift „I mustache you a question but I’m shaving it for later“ veröffentlichte, welches Twitter und Co. überschwemmte. Auf diesen Zug sprangen viele andere Promis auf und der Bart wurde zum Liebling der First Class Promis. Es ließ also nicht lange darauf warten bis die ersten „Normalos“ diesen Trend aufgriffen und mit einem Fake-Moustache durch die Stadt gingen. Auch die Kleidungsmarke Eleven Paris griff diesen Trend auf und drucke kurzerhand T-Shirts mit Promis und einem Fingerstache, wie erfolgreich das war, wissen wir ja alle selbst.

Mousteache Hype Twitter

Wieso einen solchen Bart tragen?

Der Fake-Moustache steht für Unbekümmertheit, Spaß am Leben und Ironie. Die junge Gesellschaft bringt ihre lockere Lebensart ans Tageslicht und feiert sich selbst. Frei nach dem Motto „You Only Live Once“! Der Fake-Bart wird jedoch überwiegend von Frauen getragen (aus Mitleid mit starkbeharten südosteuropäischen Frauen), da der Witz bei Männern verloren geht. Doch auch immer mehr junge Männer tragen einen Moustache um hip, cool und anders zu sein. Die Abgrenzung zum Mainstream spielt also eine große und immer wichtiger werdende Rolle. Aber natürlich spielen hier Spaß, Selbstironie und Trend eine Rolle.

Wie trägt man den Oberlippenbart

Einen Moustache zu tragen ist eine einfache Angelegenheit. Man lässt sich den Bart oberhalb der Lippe einfach wachsen bis er lang genug ist. Man sollte ihn zwischendurch stutzen und darauf achten, dass er nicht zu voll wird. Der restliche Bart sollte immer rasiert sein. Bartstoppeln sind ein No-Go. Kurze Haare sehen in den meisten Fällen besser aus als lange Haare, doch das ist natürlich Geschmacksache. Natürlich gibt es viele verschiedene Arten sich einen solchen Bart wachsen zu lassen. Einige Variationen sehr ihr hier.

Moustache Gentleman

Wer auf den Moustache-Trend steht hat natürlich einige Möglichkeiten sich mit diversen Accessoires und Kleidungsstücken einzudecken. Hier sind unsere Favoriten:

T-Shirts mit Mousetache

Bildquellen: manofcloth.blogspot.com, memegenerator.net, loosetiger.tumblr.com

Die coolsten Badeshorts für den Sommer 2015

36 Grad und es wird noch heißer! Baden, chillen, die Sonne genießen – das steht dieses Wochenende bei uns allen ganz groß auf der To-Do-Liste. Der Sommer hat es endlich wieder nach Deutschland geschafft und bringt uns Temperaturen, die uns geradewegs an die Seen und in die Schwimmbäder flüchten lassen. Um zu garantieren, dass ihr beim Schaulaufen auf dem Weg zum nächsten Eis oder ins Wasser auch eine gute Figur macht, haben wir euch die coolsten und schönsten Badehosen zusammengestellt. Denn wie überall gibt es auch hier einige Dinge zu beachten.

So zum Beispiel bei der Wahl der Länge. Seid ihr wie ich ein bisschen kleiner, tut ihr euch mit einer knielangen Variante überhaupt keinen Gefallen, denn diese verkürzt optisch eure Beine und ihr wirkt noch kleiner. Das bedeutet, ein paar Finger breit über dem Knie sollte eure Badehose auf jeden Fall aufhören.
Wer sich tatsächlich auch sportlich betätigen möchte und nicht nur planschen will, ist immer noch mit dem bekannten Speedoschnitt am besten bedient. Weniger Stoff bedeutet weniger Widerstand im Wasser. Natürlich fühlt man sich mit so einem Höschen am Strand dann doch meistens etwas unwohl, weswegen man sich vielleicht die Anschaffung einer etwas längeren Version überlegen sollte. Eine Badehose von guter Qualität hält oft mehrere Sommer, daher sollte der Look also auch noch nächstes Jahr cool sein. Es zahlt sich deswegen aus, etwas mehr Geld zu investieren.
Farbe und Buntes sind in der heißen Jahreszeit immer schön und ein absoluter Hingucker. Trotzdem muss man aufpassen, denn zu bunt und verrückt ist selbst am Strand ein NoGo und der Hingucker wird schnell zur Peinlichkeit. Um euch das zu ersparen, gibt es hier die Schönsten Badehosen mit Prints für Männer.

Badehose für Männer im Sommer
Badehose für Männer im Sommer
Badehose für Männer im Sommer
MSGM-Swimshort
Badehose für Männer im Sommer
Badehose für Männer im Sommer
Badehose für Männer im Sommer
Badehose für Männer im Sommer

Boardies // Asos // Moschino // MSGM // Zara // Missoni // MSGM Toiletpaper // Asos

Seid ihr wie ich eher ein Freund des Understatements, oder Farben sind einfach nicht so euer Ding, gibt es natürlich auch noch genug Auswahl an schlichter Swimwear. Diese sollte dann vor allem einen schönen Schnitt haben, der eurer Figur schmeichelt und zu eurem restlichen Stil passt. Mit den folgenden Swimshorts macht ihr auf jeden Fall alles richtig, denn weniger ist meistens mehr:

Lightning Bold Badeshorts
Badehose für Männer im Sommer
Badehose für Männer im Sommer
Badehose für Männer im Sommer
Badehose für Männer im Sommer
Versace-swimwear-black
Badehose für Männer im Sommer
Your_tun_activ_swimwear
Orlebar-Brown-Shorts
Guess-Badehose
Badehose für Männer im Sommer

Look of the Week #21

Ein wenig Farbe macht sich im Sommer immer ganz gut. Oder was meinst du? So oder so habe ich mich für den Look of the Week diese Woche für ein wenig Farbe entschieden. So springt die Shorts in autumn glaze, was ich mal als ein dunkles Orange beschreiben würde direkt ins Auge. Damit steht das Herzstück des Outfits auch schon fest. Die restlichen Stücke des Styles kommen eher zurückhaltend daher.

So setze ich beim Style auf ein weißes Hemd mit Slim-Fit Schnitt. An wärmeren Tagen werden die Ärmel einfach nach oben gekrempelt, an kühleren bleiben sie unten. Passend zum Sommer darf eine Sonnenbrille natürlich nicht fehlen. Diese kommt in der Farbe black coffee daher.

Als weiteres Accessoire setzt das Outfit auf eine schicke Armbanduhr von Nixon in gunmetal brown. Vollendet wird das Outfit durch weiße Sneakers, welche kleine Akzente in orange enthalten und somit die Farbe der Shorts aufgreifen. Gut durchdacht oder? Und als Gürtel empfehle ich den weißen Ledergürtel aus dem Look of the Week #19. Passt auch ganz gut zu diesem Style.

Gefällt dir der Ansatz des dieswöchigen Looks? Nachfolgend kannst du dir den Look noch einmal in Gänze betrachten, im Anschluss daran findest du die Links zu den einzelnen Kleidungsstücken und Accessoires.

Look of the Week 021

  • JOOP! PHIL SLIM FIT – Businesshemd – white
  • Selected Homme THREE PARIS – Shorts – autumn glaze
  • Jack & Jones JJSPIDER – Sneaker – cloude dancer
  • Nixon SENTRY – Uhr – gunmetal/brown
  • Jack & Jones JJSUNNY – Sonnenbrille – black coffee

Parfums von Roger & Gallet: frische Brise aus Paris

Parfüm Bois d'Orange von Roger & Gallet

Die Wurzeln der Parfummarke Roger & Gallet reichen über 200 Jahre zurück und sind damit tiefer mit der Geschichte von Paris verknüpft als beispielsweise der Eiffelturm oder das Moulin Rouge. Heute kennen viele den traditionsreichen Namen aber nur noch von den Luxusseifen, die wegen ihrer schmucken Jugendstil-Verpackung gerne als Blickfang im Bad platziert werden. Unter der Leitung des neuen Besitzers L’Oréal besinnen sich Roger & Gallet nun auf ihre Ursprünge und präsentieren mit den «Eaux Fraîches» eine Auswahl leichter Düfte für Sie und Ihn. Der Gentleman-Blog hat «Bois d’Orange» getestet – und freut sich über das gelungene Comeback der Franzosen.

Die Geschichte von Roger & Gallet beginnt mit dem Tod von Gian Paolo Féminis in Köln. Der bekannte Apotheker hinterlässt das Rezept für sein «Aqua Mirabilis» dem Großneffen Jean-Marie Farina, welcher das Elixier mit den angeblich wundertätigen Eigenschaften ab 1806 in Paris destilliert und verfeinert. Heute ist es als «Eau de Cologne» – oder schlicht: «Kölnisch Wasser» – bekannt und wird demnächst an dieser Stelle mit einem eigenen Artikel geehrt.

Wenn aus Wasser Gold wird

Schnell erkennt Farina das Potenzial des für die damalige Zeit revolutionären Dufts. Er baut die Produktepalette aus, steigt zum erfolgreichen Hofparfümeur auf und verkauft sein glänzend laufendes Geschäft im Jahr 1862 für gutes Geld an den Kaufmann Charles Armand Roger und den Bankier Charles Martial Gallet. In einem aufsehenerregenden Prozess erstreiten die neuen Besitzer zudem das Recht, den ruhmreichen Namen Farina auch weiterhin für ihre Produkte zu verwenden – und legen damit den Grundstein für eine der traditionsreichsten Parfummarken der Welt.

Vom Parfümeur zum Seifenkocher

Der Erfolg von Roger & Gallet lässt nicht lange auf sich warten. 1864 ernennt Queen Victoria die beiden zu Hoflieferanten, 1879 werden die runden, im Kern parfümierten Toilettenseifen eingeführt, später führt die Französische Lizenz für synthetischen Veilchen-Duft zu spektakuläre Kreationen und Kollaborationen. Doch im Laufe des 20. Jahrhunderts versinkt die Marke im Dornröschenschlaf. Innovationen werden rar und von den Klassikern finden nur die Seifen Gnade vor dem launischen Zeitgeist. Es scheint, als würden Roger & Gallet in Würde ihrem Ende entgegen dämmern.

Ein neuer Frühling in Paris

Erst als L’Oréal das Ruder im Jahr 2008 übernimmt, kann der schleichende Verfall gestoppt werden. Man holt renommierte Nasen wie Alberto Morillas, Philippe Romano, Francis Kurkdjian und Marie Salamagne ins Boot und veröffentlicht ab 2009 regelmäßig neue Kreationen, die auf ein modernes Publikum zugeschnitten sind, ohne dabei mit der Philosophie von Roger & Gallet zu brechen. Da die Marke traditionellerweise in Apotheken beheimatet ist, wird sie von Duftliebhabern oft übersehen. Zu unrecht, denn ein ähnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (ca. 39 Euro) sucht man in den meisten Parfümerien vergebens.

Gartenfrisches Nasenkino

Die Bezeichnung «Eau Fraîche» verrät bereits, dass es sich bei den neuen Düften von Roger & Gallet um leichte Kreationen für den Tag handelt. Da nicht nach Herren- und Damenparfums unterschieden wird, muss man sich bei der Auswahl auf die eigene Nase verlassen (was sowieso der einzig vernünftige Weg zum passenden Duft ist, lesen Sie dazu auch den Artikel «Immer der Nase nach»). Wir haben uns für «Bois d’Orange» entschieden, einen Duft der von Andalusischen Gärten inspiriert ist und mit seinem typischen Orangenholzduft belebend wirken soll. Das zumindest behauptet die Werbung – wir machen den Test aufs Exempel.

Klassische Komposition mit furioser Ouvertüre

Der erste Eindruck von «Bois d’Orange» könnte manch einem allerdings spanisch vorkommen, denn die Kopfnote aus Mandarine, Basilikum und Eisenkraut fällt unerwartet heftig aus. Der anfängliche «Aromaschock» verpufft jedoch schnell und spricht außerdem für einen verhältnismäßig hohen Gehalt an natürlichen Duftessenzen – ein ebenso seltener wie erfreulicher Pluspunkt. Nach dem fruchtigen Auftakt übernimmt rasch die unverwechselbare frisch-bittere Herznote von Orangenblüten – in der Parfümerie auch «Neroli» genannt – die Hauptrolle. Dieser Klassiker prägt auch den weiteren Verlauf, wobei die blumigen Nuancen nach und nach von den warmen, holzigen Basisnoten Palisander, Zeder und Amber abgelöst werden.

Wenn Werbung nicht lügt

«Bois d’Orange» gleicht tatsächlich einem Spaziergang durch einen duftenden, mediterranen Orangenhain. Er führt von der Süße der reifen Frucht über die Frische der Blüte bis zur wohligen Wärme des sonnenbeschienen Baumstamms. Die trocken-puderige Endnote ist dezent, hält aber trotz der sparsamen Parfümkonzentration eines «Eau Fraîche» lange an. Wer gerne den ganzen Tag riecht wie frisch geduscht, wird diesen leichten, unaufgeregten und dennoch nicht alltäglichen Duft bald nicht mehr missen wollen.

Bottega Veneta Men´s Fall-Winter 2015 Runway Best-Of

Bottega Veneta video

Seit 2001 bestimmt das deutsche Ausnahmetalent Tomas Meier den Stil der Kollektionen von Bottega Veneta. Nach seiner Ausbildung in Paris an der Chambre Syndicale de la Haute Couture führte ihn sein Weg von Sonia Rykiel (die ich selber sehr verehre) über Hermès bis hin zu seinem eigenen Label. Sein persönlicher Stil zeigt seine Klasse und ein gewisses Understatement. Die Presse liebt sein Genie und schrieb unter anderem: Gestatten, Herr des Nichts (süddeutsch.de) oder Wie von Meisterhand (zeit.de).

Für mich gehört die Show von Bottega Veneta stets zu den wichtigsten auf der Männermodewoche in Mailand und so komme ich selbstverständlich nicht drum herum euch die Looks für die kommende Herbst/Winter Saison zu zeigen.

Sah man bereits in der letzten Saison eine junge und frische Kollektion, so setzt sich dieses nonchalant Gefühl auch in der kommenden Herbst/Winter Saison fort. Es ist das Gefühl von Leichtigkeit und Ungezwungenheit, die die Outfits aus der Masse herausstechen lassen. Keine Lust auf die oftmals so typischen Herbstfarben? Kein Problem! Farbtupfer von Lila, Rosa, Gelb, Orange und Rot findet sich neben einer Palette an dunklen Tönen in der Kollektion wieder. Gerade Schnitte und klar Linien werden lediglich von sparsam eingesetzten geografischen Mustern und Fischgrat unterbrochen. Skinny scheint gestern, wenn man die locker sitzenden Hosen sieht. Sie strahlenden eine angenehme Lässigkeit aus, die sich auch im leichten Oversize bei den gezeigten Sweatern zeigt. Facettenreich kreiert Meier businesstaugliche Anzüge und lässige Freizeitlooks die sich durch Accessoires wie Hosenträgern und locker geknoteten Krawatten auszeichnen. Ein besonderes Augenmerk liegt ebenfalls auf der Wahl der verarbeiteten Materialien. Neben Kord, Flanell und Fleece findet sich auch Strick wieder. Der Materialmix gepaart mit den Accessoires verleiht den Outfits eine teilweise nostalgisch anmutende Schönheit.

After 14 years as head designer it seems that Tomas Meier started a new chapter at Bottega Veneta. After his last menswear show I was quite surprised about the hang loos looks. Trousers, similar to those of ballet dancers, were my favs and will hopefully find their way into my wardrobe. For the fall/winter collection 2015 Meier jumped on this bandwagon again and created a collection with a special nonchalant feeling, which I already loved last season. Double-breasted suits in dark shades found their way into the collection as well as flannel waist band pants. Besides the typical fall colors Meier decided for a viarity of smooth pink, bright orange and purple. Details like suspenders or loosely bounded ties add a certain nostalgic twist to the collection.

Herringbone, intarsia knits and the rare use of geometrical patterns are the cherry on top of this strong collection. Skinny seems gone, furthermore it´s more about a soft dose of oversize.

The collection is young, informally but still combines what the brand stays for: high quality and innovative designs.