Category Archives: Mode

Urban Outfitters

Der urbane Hipster- und Lifestyleshop Urban Outfitters hat mal wieder ein cooles Lookbook aus dem Hut gezaubert um die coolen Styles der verschiedenen Marken noch besser in Szene zu setzten. Wie immer ist das Lookbook von Urban Oufitters sehr cool und lässig geworden und orientiert sich am Lifestyle junger Menschen aus aller Welt. Coole Caps, lässige Parka, Sneaker, lockere Menschen und gewagte Kombinationen so weit das Auge reicht.

Urban sind auch die Orte an dem die Models abgelichtet wurden. Das alte Retro-Wohnzimmer, der stylische Plattenladen ein alter Holzboden oder das coole Industriegelände. Absolut passend zum Stil von Urban Outfitters und wer schon einmal in einem der vielen Stores in Deutschland gewesen ist, wird dies bestätigen können. Inspiriert durch Streetwear Marken wie Obey, Farah Vintage oder Vans, die momentan wohl zu den beliebtesten und populärsten Marken der jungen Generation gehören.

Krawatten: Aussage und Dresscode

Krawatten-Varianten

Der Gentleman-Blog veröffentlicht exklusiv drei Auszüge aus Bernhard Roetzels neuem Buch „Mode Guide für Männer“. Im ersten Teil erklärt der renommierte Stil-Kritiker und Autor des Standardwerkes “Der Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode“, was es mit all den verschiedenen Krawatten auf sich hat. Erfahren Sie hier, welche Aussage bei welcher Krawatte mitschwingt und welche Situationen welche Krawatten-Dresscode verlangen.

Einfarbige Krawatten
Einfarbige Krawatten gibt es in allen Schattierungen und zahlreichen Webarten. In jedem Fall erleichtert der Uni-Binder das Kombinieren. Der einfarbig dunkelblaue Binder aus Jacquardseide war die Understatement-Krawatte der Stil-Ikone Gianni Agnelli.

Was sagt der Dresscode?
Büro: Ja, z.B. in Marineblau oder Weinrot.
Schick essen gehen: Ja, auch in helleren Tönen.
Festlicher Tagesanlass: Ja, z.?B. in gedeckten Blau- und Rottönen.
Gepflegter Wochenendlook: Ja, z.?B. in Rostbraun oder Grün.

Gestreifte Krawatten
Gestreifte Krawatten signalisieren, dass ihr Träger Sinn für die angelsächsische Bekleidungskultur hat, gleichzeitig erlauben sie es dem konservativ gekleideten Mann, durch leuchtende und gewagte Farbzusammenstellungen Profil zu zeigen.

Was sagt der Dresscode?
Büro: Ja.
Bei wichtigen Meetings: eher in gedeckten Farb-Kombinationen.
Schick essen gehen: Ja. Alle Farben sind möglich.
Festlicher Tagesanlass: Ja, aber in gedeckten Tönen.
Gepflegter Wochenendlook: Ja, in ländlichen Kombinationen mit Grün, Weinrot, Braun oder Gelb.

Interview mit Martin von armedangels

Bio Tasche von armedangels

Passend zu unserer Grünen Serie haben wir für ein ein kleines Interview mit Martin von armedangels gemacht. Martin ist der Geschäftsführer von armedangels und wenn sich einer mit Bio Mode, Fairtrade und Organic Cotton auskennt dann er. Wir freuen uns riesig über das Interview. Wenn Ihr noch interessante Fragen habt, schreibt gerne ein Kommentar, ich gebe mein bestes um Martin noch einmal zu erwischen. Am Ende des Artikels gibt es noch eine Überraschung. Und los geht’s:

Wie und warum begann alles?

Armedangels ist 2007 in Köln entstanden, um etwas in der Textilindustrie zu
verändern. Das heißt wir verwenden nur Bio-Baumwolle, die wir so
umweltschonend wie nur irgend möglich weiterverarbeiten, und setzen uns für
die faire Behandlung und Bezahlung von Baumwoll-Bauern und Arbeitern ein.
Unser Ziel: Mit Mode die Welt verändern.

Welche Bedeutung hat der Engel mit Pfeil und Bogen?

Als Kombination von Engel und Robin Hood steht der armedangel dafür, dass wir nicht länger die Augen vor den Missständen in der Textil-Industrie verschließen wollen und deswegen handeln, anstatt nur darüber nachzudenken.

Der Sommeranzug – Eleganz auch im Hochsommer

Sommeranzug geht auch bei hohen Temperaturen (Bildquelle @darkb4dawn)

Wer in den warmen Monaten einmal nach Italien, hier bevorzugt nach Mailand, gereist ist, wird selbst bei Temperaturen jenseits der 30 Grad bestens angezogene Herren erblicken. Die Oberbekleidung besteht im Sommer eben nicht im bedruckten T-Shirt oder dem in Deutschland unausrottbaren Kurzarmhemd, sondern in einem komplett und wie selbstverständlich getragenen Anzug nebst Krawatte. Ein Plädoyer für den Sommeranzug.

Sommer produziert reichlich Modesünden

In Deutschland sieht man derlei nur selten. Hierzulande wechseln sich aufgekrempelte Ärmel und ebenso locker wie offensichtlich als störend empfunden über die Schulter geworfene Ganzjahres-Jacketts mit luftigen Übergrößen von T- und Polo-Shirts ab. Krawatten weichen bestenfalls den gerade trendigen Sommerschals, und was im Strumpf- und Schuhbereich passiert, kann nur verschwiegen ertragen werden.

Ein Sommeranzug erscheint da als die ultimative Umsetzung von persönlichem Stil. Sagt einem doch der Instinkt, bei hohen Temperaturen nicht mehr als nötig anzuziehen, ist das Tragen von Hemd und Jackett sicher nur für diejenigen empfehlenswert, die tatsächlich ihren Stil darin sehen, ganzjährig korrekt gekleidet zu sein.

Typische Stoffe für Sommeranzüge

Üblicherweise wird man den Leinenanzug als Sommeranzug bezeichnen. Ein solcher wirkt stets sportlich und irgendwie mediterran, lässt sich ebenso leger wie elegant tragen, knittert aber bekanntlich „edel“. Damit fällt er im Grunde im Businessalltag ebenso wie auf Reisen aus, denn der Grat zwischen Edelknitter zur schlichter Unansehnlichkeit ist nur schmal.

An zweiter Stelle ist der Baumwollanzug als Sommeranzug zu nennen, dessen Neigung zum Beulen und Verformen nebst so gar nicht edlem Knittern allerdings nicht jedem zusagt. Die aktuelle Entwicklung auf dem Stoffmarkt hat das bisherige Alleinstellungsmerkmal der Baumwollstoffe gebrochen, der einzig farbige Rohstoff für einen Anzug zu sein. Tatsächlich sind farbige Anzüge seit dieser Saison im Kommen.

Zum Dritten kann ein entsprechend verarbeiteter Schurwollanzug als Sommeranzug dienen. Die großen Stoffweber bieten in der aktuellen Kollektionsauswahl Qualitäten an, die so leicht sind, dass sie den Hitzestau unter dem Sakko vergessen machen. Fast glaubt man, die Stoffe wirken kühlend.

Das optimale Jackett für den Sommeranzug

Das Jackett eines Sommeranzuges sollte maximal halb gefüttert sein, es empfiehlt sich sogar, das Futter aus Seide anfertigen zu lassen. Das Tragegefühl eines solchen Sakkos ähnelt sehr dem eines etwas zu großen Hemdes. Je nach Stoff spürt man sogar nur noch den Hauch eines Kleidungsstückes.

Natürlich muss man es mögen (oder trainieren), auch bei Hochtemperaturen geschlossene Manschetten an langen Ärmeln und darüber ein Sakko zu tragen. Da kann natürlich auch dem bestausgestatteten Herren feuchtwarm zumute werden. Zugegebenermaßen gibt keinen lebenswichtigen Grund, auch im Sommer stets korrekt und elegant gekleidet zu sein. Tut man es aber doch, fühlt man sich fraglos wie ein Gentleman. Probieren sie es einfach mal aus.

 

Was Uhren anzeigen – Zeit und Image

Männer-Uhren und ihr Image

Der Gentleman-Blog veröffentlicht exklusiv drei Auszüge aus Bernhard Roetzels neuem Buch „Mode Guide für Männer“. Im zweiten Teil erklärt der renommierte Stil-Kritiker und Autor des Standardwerkes “Der Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode“, dass Uhren viel mehr als nur die Uhrzeit anzeigen: Edle Chronographen dienen auch als Schmuck, und es wohnt ihnen stets ein Image inne.

“Ein Mann braucht nur drei Schmuckstücke: sein Auto, seine Frau und seine Uhr”

Ein italienischer Uhren-Designer sagte einmal, dass ein Mann nur drei Schmuckstücke braucht. Sein Auto, seine Frau und seine Uhr. Interessant an dieser Aussage ist, dass der Mann, der ja selbst vom Uhrenverkauf lebt, die eigentliche Funktion seiner Gestaltungsobjekte unerwähnt lässt: Das Messen der Zeit. Das hat wohl damit zu tun, dass selbst eine billige Quarzuhr dies genauer bewerkstelligt, als der teuerste Chronograph. Einen Zusammenhang zwischen teuer zu bezahlender Uhrmacherkunst und Ganggenauigkeit gibt es also nicht mehr. Deshalb konzentriert sich das Uhren-Marketing auf das Image. Und das Image färbt auf den Uhrenträger ab.

„Man sieht nur, was man weiß“

Häufig wird gefragt, ob man mit einer teuren Uhr, beispielsweise einer Rolex, zum Vorstellungsgespräch erscheinen soll. Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Wenn sich z.B. ein frisch promovierter Volljurist in einer traditionsreichen Kanzlei für eine gut bezahlte Stelle bewirbt, wird er mit einer unauffälligen Edelstahlrolex kaum etwas falsch machen. Vielleicht ist sein Gesprächspartner sogar selbst Uhren-Fan, der wird dann den Zeitmesser sofort wahrnehmen und in der Regel positiv vermerken. Wenn sich derselbe Bewerber bei einer gewerkschaftsnahen Stiftung als Hausjurist andient, würde ihm dort vielleicht die Rolex negativ angekreidet werden. Aber nur, wenn sie jemandem auffällt. Auch bei Uhren gilt, was Goethe gesagt hat: »Man sieht nur, was man weiß.« Nur, wer sich mit Uhren beschäftigt, und das sind in der Regel auch Uhren-Freunde, nimmt konkrete Uhrenmodelle war. Alle anderen übersehen dieses Detail. Es sei denn, die Uhr ist sehr auffällig.