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Get the Look // Jack Guinness

Natürlich lieben wir alle aufwändig inszenierte High-Fashion-Editorials in den großen Magazinen dieser Welt. Doch wenn wir einmal ehrlich sind, sind diese zwar unglaublich ästhetisch, als Inspiration für Looks im Alltag aber eher weniger geeignet – schon allein weil es die gezeigten Teile eben nur in den Kollektionen der großen Designer, nicht aber im erschwinglichen Bereich zu kaufen gibt. Um sich zu inspirieren, modisch up to Date zu bleiben und auch gleich zu sehen, wie ein Look auf der Straße wirkt, gibt es nichts besseres als Streetstyle-Fotos. Aus diesem Grund haben auch wir nun beschlossen, euch unsere Schnappschüsse von den Straßen dieser Welt nicht vorzuenthalten, sondern die neue Kategorie “Get the Look” zu eröffnen, in der ihr nicht nur einen Streetstyle sehen könnt, sondern von uns auch mit den nötigen Infos versorgt werdet, um den Look oder einzelne Teile daraus selbst zu kaufen. Dabei achten wir natürlich auf das Budget, das sich eher an unserem schmalen Studenten-Geldbeutel orientiert.

Unser erster Streetstyle zeigt den britischen Lebemann Jack Guinness, den ich nach der TOPMAN-SHOW bei den LONDON COLLECTIONS: MEN getroffen habe. Er baut auf klassische Eleganz, die durch die Kombination von Karo mit Karo, Tassel-Loafers und ein buntes Einstecktuch aber dennoch eine Prise Extravaganz besitzt. Mit Vollbart und lässig nach hinten gestyltem Haar wirkt Guinness sehr kernig – was auf der Straße definitiv die Blicke auf sich zieht!

STYLING-PASTE // HEMD // KRAWATTE // ANZUG // EINSTECKTUCH
MANTEL // LOAFERS

Wir wünschen uns mehr Männer, die in solchen Looks auch das deutsche Straßenbild aufwerten und ein Statement gegen “Hauptsache bequem”-Looks setzen! Durch den Guinness-Look beweist man nicht nur modisches Know-How, sondern wirkt auch reif und erwachsen – was in manchen Situationen ja nicht schaden kann!

Wie man die Jogging-Hose im Alltag trägt

Jogging-Hosen im Alltag tragen. Geht nicht? Geht Doch!

Heute haben wir einen weiteren Streetstyle für euch, der im Vergleich zum letzten LONDON STREETSTYLE eher einen sportlichen Alltagslook zeigt. Zu einer Biker-Lederjacke, dem absoluten “Alltime-Fashion-Klassiker”, kombiniert der Typ eine Jogginghose mit Bündchen, Schnürer mit Kontrast-Gummisohle Hemd und Pullover. Aufgewertet wird der Look durch einen eleganten Hut, eine lässige Tasche dient zur Aufbewahrung der wichtigsten Utensilien. Das Hemd, das über der Hose getragen wird, entspannt das Outfit zusätzlich – ein absoluter Style-Profi!

SUPERDRY AW14 Show // London Collections: Men

Wie in meiner London-Vorschau bereits erwähnt, war ich neben der TOPMAN DESIGN SHOW auch eingeladen, die Entwürfe der SUPERDRY-Designer auf dem Laufsteg anzusehen. Zur Vorbereitung der Show war ich bereits am Mittag in der City gewesen, um mir den Flagship-Store von Superdry in der Regent Street anzusehen. Was ich dort gesehen habe, hat mich tatsächlich ziemlich geflashed. Der Store ist unglaublich groß, 20.000 Quadratmeter auf insgesamt drei Stockwerken voller Mode für Männer aber auch Frauen.

Um dann unter besten Voraussetzungen die Show anzusehen, hatte ich kurz vor deren Beginn sogar noch die Chance, mit den beiden Gründern des Labels zu sprechen, eine sehr interessante Begegnung, die mir einige Informationen bescherte. Zum einen die, dass die beiden Gründer des mittlerweile weltbekannten Konzerns zwei unglaublich coole und sympathische Typen sind, die es sich familiär mit mir auf einem Sofa zum Interview bequem machten.

Zum anderen verstehe ich nun das Label und dessen Philosophie besser: Superdry ist ein britisches Label, dessen Design aber von japanischen Einflüssen und amerikanischen Prints inspiriert ist. Blieb für mich die Frage, was an Superdry denn nun britisch sei? Die liegt in der Umgangsweise mit den Materialien, die Herangehensweise an die Mode und nicht zuletzt die hohe Qualität sowie die immense Detailversessenheit.

Dabei sehen die Superdry-Gründer die Sache recht pragmatisch (und auch entsprechend wirtschaftlich): Man bietet nicht jede Saison eine komplett neu erfundene, zusammenhängende Kollektion an, sondern vielmehr eine breit gefächerte Auswahl an Produkten, um so für jede Gelegenheit ein passendes Teil im Sortiment zu haben. Kombiniert man unterschiedliche Styles dann bunt miteinander, so ergeben sich unzählige Möglichkeiten für jeden Anlass.

In der SUPERDRY AW14 KOLLEKTION war dies besonders gut zu erkennen. Die Show begann mit dunklen Looks mit großem Jeans- und Lederanteil und ging dann immer mehr in Richtung Sportswear bis hin zu Skibekleidung. Mir persönlich zeigte vor allem der erste Teil, dass Superdry tatsächlich mehr kann, als nur bedruckte Sweater. Die Looks mit Dark-Denim und wundervollen Peacoats in Oliv-Tönen waren die perfekte Mischung aus Streetwear und Fashion.

Mein Fazit: SUPERDRY kann deutlich mehr, als ich bis dato dachte. Das wusste auch Samuel L. Jackson zu schätzen, der in der Front-Row Platz nahm. Von der Kombination aus sportlichem Sakko und Hoodie werde ich zwar kein Fan, in der Show waren aber bestimmt 10 Looks zu sehen, die ich selbst sofort tragen würde! Superdry erfindet das Rad nicht neu, doch das ist auch nicht der Anspruch der Marke. Das Label überzeugt meiner Meinung nach eher durch hochwertig umgesetzte Klassiker, die nach den Vorstellungen der Gründer neu interpretiert beziehungsweise gestylt werden.