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Interview mit Martin von armedangels

Bio Tasche von armedangels

Passend zu unserer Grünen Serie haben wir für ein ein kleines Interview mit Martin von armedangels gemacht. Martin ist der Geschäftsführer von armedangels und wenn sich einer mit Bio Mode, Fairtrade und Organic Cotton auskennt dann er. Wir freuen uns riesig über das Interview. Wenn Ihr noch interessante Fragen habt, schreibt gerne ein Kommentar, ich gebe mein bestes um Martin noch einmal zu erwischen. Am Ende des Artikels gibt es noch eine Überraschung. Und los geht’s:

Wie und warum begann alles?

Armedangels ist 2007 in Köln entstanden, um etwas in der Textilindustrie zu
verändern. Das heißt wir verwenden nur Bio-Baumwolle, die wir so
umweltschonend wie nur irgend möglich weiterverarbeiten, und setzen uns für
die faire Behandlung und Bezahlung von Baumwoll-Bauern und Arbeitern ein.
Unser Ziel: Mit Mode die Welt verändern.

Welche Bedeutung hat der Engel mit Pfeil und Bogen?

Als Kombination von Engel und Robin Hood steht der armedangel dafür, dass wir nicht länger die Augen vor den Missständen in der Textil-Industrie verschließen wollen und deswegen handeln, anstatt nur darüber nachzudenken.

Must-Haves im Juli – meine Favoriten

Geht es nur mir so, oder vergeht die Zeit wie im Flug? Es ist schon wieder fast Ende Juli und damit hat der Sommer schon wieder Halbzeit. In Kooperation mit Gillette zeige ich euch auch in diesem Monat wieder einige Favoriten, auf die ich einfach nicht verzichten konnte.

Neuer Monat neue Schuhe. Pünktlich zur Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin kam der neue adidas Tubular heraus. Wie man vielleicht schon mitbekommen hat, bin ich inzwischen großer Fan des Sneaker geworden.
Inspiriert vom klassischen Y-3 Schuh, sind die Tubulars ein wirkliches Fashionpiece, das dazu auch noch super bequem ist! Neben der Neoprenversion gibt’s den Trendschuh seit neuestem auch in der Powerknitvariante mit Schlangenmuster. Das klingt zuerst schon ein wenig bizarr, ist in der Realität aber wirklich dezent und ein tolles Detail bei schlichten schwarzen Looks. Ein Outfit mit dem Schuh folgt noch!

Adidas Tubular Knit

Mit dem Sommer und der Sonne, feiern wir außerdem die Geburtsstunde der deutschen Erstausgabe des Mode-Magazins Numéro und Numéro Homme. International durch den coolen Mix aus Mode, Design, Kunst und Kultur schon sehr bekannt, waren sie in Deutschland bisher nur in der eingefleischten Modeszene ein Begriff. Das wird sich jetzt aber ändern. Das Männermagazin besticht durch eine sehr hochwertige Aufmachung, großartigen Editorials und interessanten Interviews, wie das mit Karl Lagerfeld oder James Deen. Für Tage am See ein absolutes Must-Have!

Numero Mister Spex Michalsky Ipod

Passend zum Hochglanzmagazin gab es auch etwas für die Augen. Wer es noch nicht weiß: Ich bin kurzsichtig und quasi blind, wenn ich keine Kontaktlinsen trage. Im Sommer und ganz besonders zur Pollenzeit sind die kleinen Sehhelfer aber eher eine Qual, denn meist trocknen sie das Auge noch weiter aus und fangen irgendwann an zu schmerzen. Es musste also eine Brille her, die auch draußen tragbar ist. Bei der Kollektion von Michalsky und Mister Spex wurde ich sofort fündig und verguckte mich sofort in das Modell Kreuzkö, welches mit der grünen melierten Farbe besonders bei mir punktete. Ich stehe einfach die Retro-Brille, die zwar dezent aber trotzdem irgendwie ein Eye-Catcher ist.

Wie man schon auf meinem Instagram Account sichten konnte, ging es für mich letzte Woche auf’s MELT! Festival. Da es mein erstes Festival mit Zelten und allem drum und dran war, muss ich zugeben, das ich ein wenig – sagen wir mal – Respekt vor der Sache hatte. Ich hatte einfach keine Ahnung was man braucht, um die drei Tage zu erleben.
Wem es ähnlich geht, der sollte jetzt aufpassen: hier findet man noch einmal die nützlichsten Produkte für ein Festival, die die Zeit ohne Dusche und Bett auf jeden Fall erträglicher machen. Oropax sind auf jeden Fall die größten Helfer, welche die Geräuschkulisse neben dem Zelt fast komplett abschotten. Lediglich den Bass muss man akzeptieren.

Oropax-Gillette-Body_2

Besonders zu erwähnen ist auch der Gillette Body. Gerade wenn es um Hygiene geht, sollte es erstens schnell gehen und zweitens sollten gerade wir Jungs darauf gut vorbereitet sein, sonst kann’s schnell peinlich werden. Warum? Hygiene spielt auf einem Festival eher eine Nebenrolle, was dem Tanznachbar schnell gegen den Strich gehen kann. Deswegen aufgepasst: Eine Körperrasur sieht nicht nur gepflegt aus wenn man bei der Hitze Oberkörperfrei rumläuft, sondern man vermeidet damit auch lästige Gerüche, sodass bei einem Festivalflirt nichts schiefgehen kann. Eine detaillierte Review von mir gibt es HIER.

Um sich auf der Fahrt zum Festivalgelände schon mal in Stimmung zu bringen, die Texte der Lieblingsbands nochmals durchzugehen oder einfach nur um die lange Reise zu überbrücken – es lohnt sich, seinen iPod (Shuffle) noch einmal herauszukramen. Nicht nur, weil er keinen Platz wegnimmt, sondern auch vor allem, weil man ab der ersten Minute zum Festival man auf jedes Prozent des Handyakkus angewiesen ist. Aufladen kostet auf dem Festival nämlich.

Meine Playlist ist zur Zeit mit fast allen Titeln des Sängers JORIS bestückt, der einem mit seinem Album schon nach kurzer Zeit das völlige Gefühl der Entspannung gibt. Gar nicht mal so übel, wenn man den Bässen auf dem Festival mal entkommen möchte. Hier gibt es das Album von Joris zu hören.

Albumcover von Joris

Das letzte Wochenende konnte man mit dem Titel “36 Grad und es wird noch heißer” nicht besser beschreiben. Damit die Tage erträglich werden und nicht mit einem Sonnenstich enden, ist eine Kopfbedeckung am Strand, auf dem Festival oder auch beim Shoppen nicht nur eine gute Wahl, sondern auch ein Accessoire, das jeden Look abrundet. Lange war ich auf der Suche nach dem passendem Hut, bis ich vor kurzem bei ASOS fündig wurde.
Ich mag die etwas breitere Krempe, sowie das feste Filz-Material, das den Hut ziemlich hochwertig macht. Auf meinem Instagram Account habe ich bereits ein Outfit gepostet. Kaufen könnt ihr ihn HIER.

Ein von Oliver (@mreigensinn) gepostetes Foto am


Asos-Filzhut-breiter-krempe

Davidoff-CEO Hans-Kristian Hoejsgaard im Interview: „Die beste Zigarre ist die, die Ihnen gerade schmeckt.”

Hans Kristian Hoejsgaard von Davidoff im Zigarren-Interview

Zigarren gehörten früher zum Selbstverständnis eines Gentlemans, doch im Zuge der Anti-Raucher-Kampagnen scheint sie auf dem Rückzug zu sein. Roland Graf spricht im Interview mit Davidoff-CEO Hans-Kristian Hoejsgaard über die beste Zigarre, die Besonderheiten des deutschen Zigarrenmarktes und über das Luxusgut Genuss.

Herr Hoejsgaard, die Zigarre gehörte lange zum Selbstverständnis des Gentlemans, ob Winston Churchill oder Thomas Mann. Momentan sieht man aber eher wenig davon. Täuscht das?

Ein wenig schon, doch gerade der Premiumbereich der Zigarren wächst nach wie vor. Vielleicht fangen die Leute erst zwischen 25 und 37 Jahren an, gutes Essen, guten Wein und ab und zu eine Zigarre zu schätzen. Vielleicht passiert das nur ein bis zwei Mal im Monat, aber das ist in jedem Fall bezahlbarer Luxus, wie ich gerne sage.

Ihre Eltern haben einen dänischen Tabakvertrieb geleitet. Wann und wie hat die Leidenschaft bei Ihnen angefangen?

Wir produzierten zwar auch Tabak, aber nur für die in Skandinavien so beliebten Pfeifenmischungen. Zigaretten habe ich nie geraucht, aber meine erste Zigarre schon mit 16 Jahren. Irgendwie meinte meine Mutter damals, die Zeit sei gekommen (lacht). Es war eine Caminante Corona, die gibt es auch heute noch.

Wie sollte ein Gentleman, der mit dem Zigarrengenuss startet, eigentlich einsteigen?

Ich glaube, das ist ähnlich wie beim Weingenuss: Am Anfang ist einem da auch alles zu sauer oder zu bitter. Das versteht man erst später, wenn jemand dazu kommt, es erklärt und man auch schon mehr kennt. Am Anfang ist daher sicher eine milde Zigarre eine gute Basis. Aber wie Firmengründer Zino Davidoff immer sagte: „The best cigar in the world is the one you like“.

Und wie findet man diese?

Die Wahl der Zigarre findet mit starker Gruppenbeeinflussung statt. Wir haben in einer Marktstudie für unsere Ladengeschäfte festgestellt, dass der geschulte Verkäufer und ein guter Freund die beiden Personen mit dem höchsten Vertrauensindex sind, wenn es um Zigarren geht. Wir versuchen, das auch in unseren eigenen Geschäften zu integrieren. „Guiding the customer’s journey“ heißt unser Ansatz, der interaktive Monitore umfasst, aber auch die klare Anordnung der Waren von mild bis kräftig.

Sehen Sie eigentlich eine Bedrohung des Hedonismus durch die vielfach genussfeindlichen Bestrebungen der Gesellschaft und des Gesetzgebers?

Es gibt natürlich eine immer stärkere Bewegung gegen Genuss und Menschen, die uns erklären, was wir essen, trinken und wie wir leben sollen. Aber Luxus wird auch zusehends mehr individualisiert: Luxus bedeutet für Sie etwas anderes als für mich. Letztlich ist der größte Luxus aber Zeit. Daher haben wir dem auch unseren neuen Slogan gewidmet: „Time beautifully filled.

Zigarren rollen its Handarbeit

Was zeichnet den deutschen Zigarrenmarkt aus?

Die deutschsprachigen Auslandsmärkte sind für uns als Schweizer recht verschieden, Österreich etwa ist luxus-affiner und fungiert durch die vielen Touristen hier auch stark als Marken-Schaufenster. Wir legen aber auch am lokalen Markt zu. Deutschland hingegen hat den höchsten Anteil an dominikanischen Zigarren, er liegt leicht über 50 Prozent. Die Deutschen scheinen weniger Kuba-orientiert zu sein und das etwas leichtere Geschmacksprofil zu bevorzugen. Und es kommt noch etwas dazu: Der deutsche Genießer ähnelt unseren US-Kunden, indem er nämlich sehr offen für Neuheiten ist. Im Idealfall kommt er nicht nur mit dem aus dem Geschäft, was er kaufen wollte, sondern noch mit zwei anderen Empfehlungen, die er dort bekommen hat.

Die Betonung des Handwerks sowie nachvollziehbare und biologische Produkte werden mehr und mehr zu den Treibern im Luxussegment – wie sehen Sie diese Trends?

Beim Tabak sprechen wir eher von nachhaltigem Anbau, rein biologisch wäre das sehr schwierig. Aber die Kernfrage, wie man Wege zu einem gesünderen Umgang mit den Mitteln findet, beschäftigt uns natürlich auch. Was wir verstärkt kommunizieren ist das, was wir „instant pleasure“ nennen. Eine gute Flasche Wein und eine gute Zigarre unterscheiden sich schließlich von der fünfzehnten Handtasche, die jemand besitzt. Das kann teilweise schon belastend sein. Nicht jeder Luxus ist immer ein Genuss, aber Genuss ist immer ein Luxus.

Hotel-Knigge: Carsten Colmorgen vom Sofitel Berlin im Interview

Hotell-Knigge: Tipps von Carsten Colmorgen - General Manager des Sofitel Berlin Kurfürstendamm

Welche Knigge- und Benimmregeln gelten für Hotelgäste? Carsten Colmorgen, General Manager des Luxushotels Sofitel Berlin Kurfürstendamm, leistet im Interview mit dem Gentleman-Blog Aufklärungsarbeit und erzählt nebenbei Anekdoten aus seinen langjährigen Erfahrungen im Hotelwesen über extravagante Kundenwünsche, verwüstete Hotelzimmer und umgängliche Hollywood-Stars.

Guter Service ist wunderbar. Doch wenn jemand meinen Koffer tragen muss, ist mir das unangenehm. Verstößt es gegen Knigge-Regeln, wenn man auf bestimmte Services verzichtet?

Natürlich nicht. Ich persönlich trage meine Koffer auch lieber selbst. Bei uns im Hotel handhaben wir es so, dass wir den Gast genau ein mal fragen, ob wir ihm das Gepäck abnehmen sollen. Wird das bejaht, kommen wir dem gerne nach. Ansonsten steht es dem Gast frei, es selbst zu tragen. Da gibt es also kein Do oder Don´t.

In amerikanischen Filmen sieht man ständig, wie die Gäste dem Hotelpersonal als Trinkgeld Dollar-Scheine überreichen.

Im Servicebereich in den USA ist das Grundgehalt oft sehr niedrig, da leben viele Menschen quasi vom Trinkgeld. Bei uns im Hotel sind die Gehälter so kalkuliert, dass die Mitarbeiter nicht auf Trinkgeld angewiesen ist. Nichtsdestotrotz dürfen Gäste dem Hotel Staff gern Trinkgeld überreichen, wenn sie mit dem Service zufrieden sind. Ein bis fünf Euro für den Pagen sind bei einer Dienstleistung wie dem Koffer tragen völlig angemessen.

Wie steht es mit dem Trinkgeld für die Reinigungskräfte?

Der Job ist hart, von daher ist es eine nette Geste, wenn die Gäste auf diesem Wege für den Service erkenntlich zeigen. Grundsätzlich steht es natürlich auch hier jedem Gast frei, Trinkgeld zu geben – oder eben nicht. Die Reinigungskräfte dürfen allerdings nur das Geld annehmen, das vom Gast aufs Bett gelegt wird. Damit signalisiert er, dass es sich um Trinkgeld handelt.

Gibt man dem Personal in einem 5-Sterne-Hotel eigentlich eher und mehr Trinkgeld als beispielsweise in Mittelklassehotel?

In allen Hotelkategorien gibt es Ausnahmen, die oftmals überraschend sind – sowohl positiv als auch negativ. Es ist eine Frage des persönliches Stils und auch der Erziehung, wie man mit Trinkgeld umgeht. Man kann aber davon ausgehen, dass in Luxushotels viele Gäste gern einen aufmerksamen Service mit Trinkgeld honorieren.

Wie sollte man sein Zimmer vor der Abreise hinterlassen?

Designerholzmöbel vom Queen-Neffen: “Antiquitäten der Zukunft”

David Linley im Interview

Möbeldesigner Lord David Linley ist der Sohn der britischen Prinzessin Margaret und somit Neffe der Queen. Aber nicht nur deswegen kosten die maßgefertigten Esstische seines Unternehmens ‚Linley’ schon mal 40.000 Pfund. Roland Graf sprach für den Gentleman-Blog mit der Nummer 17 der britischen Thronfolge über deutsche Handwerkskunst, schwierige Kunden und das besondere am Rohstoff Holz.

Viscount Linley, als Sie 1982 mit Ihrem Unternehmen Linley begannen, waren andere Materialien en vogue als Holz. Was fasziniert Sie an Holz?

Ich mag Holz, es ist leicht und verständlich, denn es hat eine taktile Qualität. Das Material geht weit zurück in die Geschichte, das alte China, Ägypten – überall wurden Schnitzereien und Verzierungen verwendet. Auch die Langlebigkeit der Objekte ist großartig, schließlich ist Holz das einzige Material, das sich auch nach der Verarbeitung bewegt, es atmet gewissermaßen ein und aus. Ich halte es für das menschlichste Material. Beim Holz ist zudem jedes Stück anders; selbst wenn wir nur zehn Stücke daraus fertigen, wird jedes anders aussehen. Allerdings ist vielen der Wert des Holzes nicht bewusst. Letztens sah ich einen toten Baumstamm auf einem Landsitz und fragte den Besitzer, was er damit vorhat. „Den werfe ich weg“, meinte er lapidar. Hellhörig wurde er wieder, als ich ihm erklärte, dass dieses tolle alte Material knapp 50.000 Euro wert sei.

Was macht den speziellen Touch der „bespoke furniture“ – der maßgeschneiderten Möbel – aus Ihrem Haus aus?

Es gab einmal ein schönes Kompliment für uns: Linley-Möbel seien die Antiquitäten der Zukunft. Unsere Möbelstücke entstehen nicht in einer einzigen großen Fabrikhalle. Stattdessen arbeiten unsere Handwerker im ganzen Land verteilt auf Rechnung in ihren eigenen Werkstätten. In unserem ‚Netzwerk’ setzen wir für jeden Auftrag die ganz speziellen Talente, Ausrüstungen und Kapazitäten der Handwerker ein. So stellen wir sicher, dass die Kunden immer die beste Qualität im jeweiligen Bereich bekommen. Auch Humor und Raffinesse ist wichtig in unseren Einzelstücken. Für den australischen Weinproduzenten Penfold’s haben wir zum 170-jährigen Bestehen eine Holzbox für seinen Jubiläumswein gestaltet, die hat beispielsweise ein Geheimfach. Aber keine Angst, es gibt einen 24-Stunden-Helpdesk dazu (lacht).

Was verbinden Sie mit deutscher Handwerkskunst?

Viel, wir haben sogar einen Historiker im Haus, der die genialen deutschen Möbeltechniken des 18. Jahrhunderts studiert. Es gibt zum Beispiel unglaubliche Möbelstücke von Abraham und David Roentgen aus Neuwied. Neulich habe ich in Stuttgart eine Vorlesung gehalten. Das technische Interesse in Deutschland ist nach wie vor sehr hoch, deswegen trage ich dort gerne vor. Man wird echt gefordert, denn die Deutschen wollen alles bis ins absolut kleinste Detail wissen, bis hin zur chemischen Zusammensetzung der Lacke.

Welche Kunden sind am schwersten zufriedenzustellen?

Das sind meist diejenigen, die einerseits nicht wissen, was sie genau wollen und andererseits sagen, dass es gäbe kein Budgetlimit gäbe.

Welche Designs gefallen Ihnen, welche weniger?

Das ist schwer zu beantworten, weil sich das schon heute anders empfunden werden kann als noch gestern. Generell mag ich Dinge, die lange Freude bereiten. Schlechtes Design hingegen wäre für mich etwas, das mit der Zeit schlechter wird oder gar auseinanderfällt.

Sie sind ja berühmt für Ihre Holzboxen, wer braucht aber eine Manschettenknopf-Dose für über 600 Euro?

Wissen Sie, anders als für Frauen gibt es für Männer nicht so viele schöne Objekte. Allein wenn Sie an die vielen schönen Handtaschen denken, die Frauen besitzen. Frauen haben es da oft schwer, Geschenke zu finden. Aber so eine Manschetten-Box, das ist ein wunderbares Accessoire, quasi eine Handtasche für den Herrn.

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Der Autor

Der österreichische Genuss- und Reisejournalist Roland Graf ist seit vielen Jahren im Auftrag der Feinkost unterwegs und schreibt darüber. Seit 2013 auch im Gentleman-Blog.