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Lange Unterhose im Winter: Ja oder nein?

Wenn auch spät, so ist doch noch der Winter bei uns eingezogen. Dick eingemummelt verlassen wir das Haus um das wärmende Büro zu erreichen. Wer nicht erfrieren frieren kommt so über kurz oder lang am Thema „lange Unterhose“ nicht vorbei. Doch schnell kommen Schlagworte wie hässlich, Liebestöter, peinlich, unmännlich und ähnliche negative Dinge in den Sinn. Viele Männer verzichten daher auf die wärmende lange Unterhose und frösteln lieber.

Männer nicht immun gegen Kälte

Warum in aller Welt ist also dieses eine Kleidungsstück nur so verschrien? Schließlich gibt es auch gute Gründe dafür. Männer sind nicht immun gegen Kälter. Frieren und kalte Beine sind nicht nur unangenehm, sondern auch für die Gesundheit nicht zuträglich. Außerdem trägt ein Mann im Winter auch Winterschuhe, Mütze und Handschuhe, ohne sich dabei zu fragen, ob er dadurch nun „weniger schön“ aussieht oder ein „Weichei“ ist

Im Grunde ist unbekannt, woher die Abneigung gegen die lange Unterhose kommt. Am Ende verhält es sich wahrscheinlich wie mit den Weisheiten der Großmutter. Die galten schon immer, egal ob sie in Wahrheit stimmen oder nicht, frei nach dem Motto: „Das war schon immer so…“

Schluss mit dem Vorurteil gegen die lange Unterhose

Daher ist es an der Zeit ein für allemal mit diesem Vorurteil Schluss zu machen! Wir sind der Meinung die lange Unterhose darf getragen werden. Dazu stellen wir ganz einfache „Regeln“ für den Mann auf. JA zur langen Unterhose in folgenden Situationen:

 

  • Arbeit im Freien
  • Langer Arbeitsweg im Freien
  • Arbeiten in einem wenig beheizten Ambiente (Lagerhallen etc. )
  • Anfahrt in Autos ohne Sitzheizung
  • Lange Strecken, die zum Erreichen von öffentlichen Verkehrsmitteln zu Fuß zurück gelegt werden

 

Muss man allerdings nur die Strecke zur Garage ins Haus und vom Firmenparkplatz ins Büro überbrücken, darf auch bei Minusgraden getrost auf das zusätzliche Kleidungsstück verzichtet werden.

Praktische Tipps für den Umgang

Um den Spagat zwischen ‚draußen nicht erfrieren’ und ‚im Büro nicht zu schwitzen’ zu meistern, empfehlen wir mit den langen Unterhosen genauso zu verfahren wie mit den weiteren Accessoires gegen die Kälte: Lange Unterhose einfach nach Ankunft im Büro ausziehen! Schließlich würde auch niemand auf die Idee kommen, Handschuhe oder Mütze im Büro tagsüber zu tragen.

Hier kann sich freuen, wer einen vernünftigen Raum zum Umziehen zur Verfügung hat – aber notfalls klappt das Umziehen mit etwas Übung auch in einer WC-Kabine. Man behandelt die lange Unterhose also einfach wie alle anderen Kleidungsstücke für „draußen“ und trägt sie dementsprechend möglichst auch nur „draußen“.

Wer die lange Unterhose im Büro nicht ausziehen kann, sollte besonders drauf achten, dass es sich um ein eng anliegendes Low-rise-Modell handelt, um überflüssigen Stoff im Bundbereich zu vermeiden. Zusätzlich lässt der Ansatz der langen Unterhose durch ein extra langes Unterhemd verdecken. In Kombination mit Kniestrümpfen bleibt die lange Unterhose dann quasi unsichtbar.

Alternativ können Männer dünne, eng anliegende Sporthosen tragen. Von einer Strumpfhose ist abzuraten, zumal sie das Umziehen im Büro kompliziert macht und man zusätzlich noch Strümpfe mitbringen müsste.

Die Sache mit der Optik

Was ist aber von dem Aussehen der langen Unterhose zu halten? Eine lange Unterhose ist eben genau so hübsch oder hässlich, wie man sie wählt. Mit ein paar einfachen Tipps wird sogar die lange Unterhose zu einem ansehnlichen Kleidungsstück:

 

  • Möglichst ein gut anliegendes Modell wählen
  • Dezente, eher dunkle Uni-Farben bevorzugen
  • Modelle ohne „Eingriff“ wählen – dann erschrickt auch keiner beim Anblick
  • Möglichst tiefer Bund, damit sich nicht 20-30 cm Stoff über dem Hosenbund wölben
  • Immer Retroshorts oder Slip drunter tragen

 

Die Geschichte der Unterhose: Vom Feigenblatt zur modernen Retroshorts

Die Geschichte der Unterhose – Ein langer Weg bis zur modernen Herren-Unterhose Bild:JOCKEY

Den Herren dieser Welt wurde es nicht leicht gemacht da anzukommen, wo der moderne Mann heute steht: in einer bequemen Unterhose – Slip, Boxershorts oder Pants – je nach persönlicher Vorliebe. Was heute selbstverständlich erscheint hat eine lange, und im wahrsten Sinne des Wortes „harte“ Entwicklung hinter sich. Der Gentleman-Blog präsentiert die Geschichte der Unterhose.

Entwicklung mit vielen Etappen

Wurde in der Kunst die schamhafte Verhüllung noch in Form eines Feigenblattes vorgenommen, so musste die wahrhafte Unterhose über viele Etappen entwickelt werden.

Während in der Antike die alten Griechen unter den langen Gewändern noch „unten ohne“ gingen, waren es die Römer, die sich zur Tunika unten herum extra Tücher wickelten und so eine Art „Ur-Unterhose“ trugen. Von Attributen wie praktisch und bequem war diese aber noch weit entfernt – das dicke Tuch scheuerte und ließ sich mit darüber getragener Kleidung nicht vereinbaren. Vermutlich war dies der Grund, dass diese Ur-Unterhose wieder in Vergessenheit geriet.

Unterhemd, Nachthemd und Unterhose in einem

Erst 1000 Jahre später startete die Männerwelt in Europa den nächsten Versuch, die Männlichkeit sinnvoll zu verbergen. Der dreiteilige Lendenschutz war für die damalige Zeit sicher ein Trendsetter – allein die Kunst, die separaten „Beinlinge“ mit dem mittleren Lendenteil zu verbinden bedurfte großer Geschicklichkeit. Die Schmerzen vom Wundlaufen dieser doch sehr unpraktischen Verhüllung möchte Mann sich heute lieber nicht vorstellen. So wurde in der Folgezeit auch lediglich ein leinendes Hemd getragen, welches Unterhemd, Nachthemd und Unterhose zugleich war.

Im 12. Jahrhundert kam die Brouche, eine Art weite Kurzhose aus Leinen oder Wolle, zum Einsatz. Diese wiederum wurde Anfang des 15. Jahrhunderts von der geschlossenen Strumpfhose mit Schamkapsel verdrängt. Ein Bild was heute eher ein Schmunzeln ins Gesicht bringt.

Deutschstämmiger Textilingenieur Erfinder der modernen Unterhose

Es wollte den Männern irgendwie nicht gelingen, etwas Geeignetes zu entwickeln, was sich auch unter engerer Bekleidung tragen ließ. So mussten die Herren noch bis 1934 warten, bis Arthur Kneibler, der Verkaufs- und Marketingleiter von Cooper’s Inc. den ersten enganliegenden Brief in der Geschichte der Unterwäsche erfand. Hintergrund zu dieser Idee war eine einfache Urlaubskarte, die einen Mann in einem enganliegenden Badeanzug, wie man sie in dieser Zeit in Europa trug, zeigte. Diese Karte von der französischen Riviera inspirierte das Unternehmen und es entstand der erste Slip (Brief) ohne Oberteil unter dem Namen JOCKEY BRIEF, der in Anlehnung an den in dem Slip eingearbeiteten JOCKstrap benannt wurde. In diesem Zusammenhang ließ sich das Unternehmen den Namen rechtlich schützen.

Unterhose GeschichteWie skandalös die so knapp geschnittene Erfindung damals war, zeigte sich besonders auf der ersten Unterwäsche-Schau in Chicago: Das als Bräutigam gekleidete Model trug lediglich einen durchsichtigen Smoking aus Zellophan und darunter nichts außer der neuen Y-Unterhose! Durchaus ein Bild, was auch heute noch auf einer Fashion Week Aufmerksamkeit erregen könnte.

Doppelripp-Unterhose Made in Germany dank Schiesser

Über 100 Lizenzen vergab der Original-Hersteller Kneibler – der sich später auch „Jockey“ nannte – an Hersteller weltweit, die sein Modell der Unterhose weiterentwickelten. So kam auch Schiesser zu einer der begehrten Lizenzen und beschenkte die Herrenwelt 1951 mit der ersten und bis heute unvergessenen Doppelripp-Unterhose Made in Germany.

Fast zeitgleich bescherten uns die US-Armee die aus ihrer Sommeruniform entwickelte „Boxershorts“ und machten diese auch hierzulande bekannt.

Die wilden 1960er und 70er Jahre sowie die ersten Schwulenbewegungen in den 80ern ließen von nun an der Phantasie der Designer freien Lauf: Es entstanden Unterhosen mit schrillen, geblümten Mustern, Herren-Tangas, Bodys, Bikini-Slips für Herren und was der neu entdeckte Körperkult sonst noch begehrte.

Slip, Boxershorts und Pants haben sich durchgesetzt – der Eingriff nicht

Wirklich durchgesetzt und bewährt haben sich am Ende für den täglichen Gebrauch nur wenige Modelle: Slip, Boxershorts und Pants. Eher locker sitzend oder eng anliegend je nach persönlicher Vorliebe. Der zunächst so erfolgreiche Eingriff kommt kaum noch zum Einsatz. Das mag auch daran liegen, das sich für die Herren beim Toilettengang die Hose leicht herunterzulassen mehr bewährt hat als der Griff durch den Sondereingang. Heute erinnert bei modischen Unterhosen oft nur eine aufgesteppte Naht ohne jegliche Funktion an den einstigen Y-Eingriff.

Die Geschichte der Unterhose – Ein langer Weg bis zur modernen Herren-Unterhose

Die Herausforderung eines Designers heute heutzutage darin, die Unterhose so zu optimieren, dass Mann sich in ihr längst nicht mehr nur wohlfühlt. Je nach Einsatz – im Business, Sport, Freizeit oder zu Feierlichkeiten – sollte die Unterhose beim Herrn möglichst dezent sein und im bekleideten Zustand nicht auffallen. Dafür darf sie umso mehr verzücken, wenn die Hüllen fallen. Qualität, Umwelt- und Hautverträglichkeit, vorteilhafte Schnitte, Langlebigkeit, Komfort und Design sind nur einige Punkte, die ein moderner Unterhosen-Designer wie ALBERT KREUZ heute beachten muss, wenn sie neue Modelle kreieren, die das Leben des Mannes rund um sein wichtigstes Stück ein klein wenig angenehmer machen!

Der Gentlemen dankt und kann sich in der modernen Retroshorts endlich in Ruhe zurücklehnen und sich weiteren schönen Dingen widmen. Um die Unterhose braucht er sich jedenfalls keine Sorgen mehr zu machen.

Shapewear für Männer – Chancen und Grenzen der Schummelwäsche

Figurformend: Shapewear-Unterhemden

Alle Jahre wieder… Der Sommer naht und die Figur ist noch nicht so weit. In jeder Zeitschrift ist wieder von Diäten und Hau-Ruck-Trainings-Programmen zur perfekten Sommerfigur die Rede. Aber seien wir mal ehrlich, kaum einer kann sich in wenigen Wochen zur perfekten Figur diäten. Damit muss man sich aber nicht einfach abfinden. Es gibt eine andere Möglichkeit, um seine Problemzonen sommertauglich zu machen: Shapewear. Der Gentleman-Blog über Chancen und Grenzen der Schummelwäsche.

Shapewear – der Griff in die Trickkiste

Eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind das A und O, um sowohl fit und gesund als auch mehr oder weniger schlank zu bleiben. Doch zum Wohlfühlen gehört es auch, mal zu schlemmen oder ein relaxtes Wochenende ohne viel Bewegung zu verbringen. Doch dafür wird man allzu oft mit einer Gewichtszunahme bestraft. All das stört vor allem Hemden-Träger. Vor allem feine, sommerliche Oberhemden sind da gnadenlos: hier bleibt Nichts verborgen. Der Bauch zeichnet sich ab und lässt die Knopfleiste aufspringen, die Brust zeigt ebenfalls unerwünschte Formen, und über dem Hosenbund stehen die „Griffe“ an der Hüfte gerne heraus.

Hier kommt die Trickkiste der Damen zum Einsatz. Diese wissen nämlich schon seit langer Zeit, sich ohne großen Aufwand zu behelfen. Shapewear ist das Zauberwort. Durch den Druck, den die Kompressions-Unterwäsche auf die Problemzonen ausübt, werden die „Sünden vom Wochenende“ in wohlgeformte Figuren verwandelt. Warum sollte also Mann auf solch einfache Tricks verzichten?

Mit Shapewear diskret gut aussehen

Ausgeklügelte Shapewaer erlaubt auch Herren aus ihrem Körper das Beste herauszuholen. Wer mit Stil unter dem Oberhemd für die ideale Figur sorgen möchte, greift zu einem figurformenden Shape-Unterhemd! Im Privaten wie im Business gibt es Gelegenheiten, bei denen die gute Figur besonders wichtig ist. Allein durch die aufrechtere Haltung und den zufriedenen Blick in den Spiegel kann ein Date oder das nächste wichtige Meeting entscheidend beeinflusst werden. Wer mit sich selbst zufriedener ist – strahlt natürlich auch mehr Selbstbewusstsein und positive Energie aus.

Welcher Gentlemen möchte aber preisgeben, dass er unter seinem Oberhemd Schummel-Wäsche trägt? Die meisten Shapewear-Produkte für Herren sind eher für den Sportbereich in farbigen Versionen mit Mehrzonen-Techniken und ähnlichem Schnickschnack ausgestattet, den man unter einem Oberhemd sehen würde. Mittlerweile gibt es aber auch Business-Shapewear, die den figurformenden Shape-Effekt mit den Eigenschaften eines unsichtbaren Business-Unterhemdes vereint. So kann Mann unauffällig auffällig gut aussehen.

Keine Wunder erwarten

Doch Achtung: Wer jetzt glaubt, seinen über Jahre mit Hingabe zum Wachsen gebrachten Bauch wegzaubern zu können und allein durch ein Unterhemd vom Callmund zum Beckham zu mutieren, der irrt. Wunder kann auch Shapewear nicht vollbringen.