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Get the Look // Jack Guinness

Natürlich lieben wir alle aufwändig inszenierte High-Fashion-Editorials in den großen Magazinen dieser Welt. Doch wenn wir einmal ehrlich sind, sind diese zwar unglaublich ästhetisch, als Inspiration für Looks im Alltag aber eher weniger geeignet – schon allein weil es die gezeigten Teile eben nur in den Kollektionen der großen Designer, nicht aber im erschwinglichen Bereich zu kaufen gibt. Um sich zu inspirieren, modisch up to Date zu bleiben und auch gleich zu sehen, wie ein Look auf der Straße wirkt, gibt es nichts besseres als Streetstyle-Fotos. Aus diesem Grund haben auch wir nun beschlossen, euch unsere Schnappschüsse von den Straßen dieser Welt nicht vorzuenthalten, sondern die neue Kategorie “Get the Look” zu eröffnen, in der ihr nicht nur einen Streetstyle sehen könnt, sondern von uns auch mit den nötigen Infos versorgt werdet, um den Look oder einzelne Teile daraus selbst zu kaufen. Dabei achten wir natürlich auf das Budget, das sich eher an unserem schmalen Studenten-Geldbeutel orientiert.

Unser erster Streetstyle zeigt den britischen Lebemann Jack Guinness, den ich nach der TOPMAN-SHOW bei den LONDON COLLECTIONS: MEN getroffen habe. Er baut auf klassische Eleganz, die durch die Kombination von Karo mit Karo, Tassel-Loafers und ein buntes Einstecktuch aber dennoch eine Prise Extravaganz besitzt. Mit Vollbart und lässig nach hinten gestyltem Haar wirkt Guinness sehr kernig – was auf der Straße definitiv die Blicke auf sich zieht!

STYLING-PASTE // HEMD // KRAWATTE // ANZUG // EINSTECKTUCH
MANTEL // LOAFERS

Wir wünschen uns mehr Männer, die in solchen Looks auch das deutsche Straßenbild aufwerten und ein Statement gegen “Hauptsache bequem”-Looks setzen! Durch den Guinness-Look beweist man nicht nur modisches Know-How, sondern wirkt auch reif und erwachsen – was in manchen Situationen ja nicht schaden kann!

10 Urlaubsoutfits Inspirationen

Es ist soweit, die Urlaubssaison hat begonnen und viele von uns stellen sich die Frage: Was zur Hölle nehme ich mit?! Leider können wir euch diese Entscheidung nicht abnehmen, aber wir haben drei Styles für Männer zusammengestellt, die euch vielleicht ein bisschen als Inspiration für euer Urlaubsoutfit dienen können.

PASTELLFARBEN

Wie wir auf der Mercedes-Benz Fashionweek in Berlin gesehen haben, werden Pastellfarben im Sommer 2016 Trend sein. Wir dachten uns, warum auf den nächsten Sommer warten? Gerade für ein Essen abends im Restaurant oder beim Sightseeing in der Stadt solltet ihr etwas tragen, dass nicht all zu sehr nach “Seele baumeln lassen” aussieht. Trotzdem sollte euer Outfit natürlich bequem sein. Eine leichte, kurze Chino aus Baumwolle oder Jersey in Kombination mit einem pastellfarbenen (Polo)-Shirt ist daher eine lässige und trotzdem schicke Wahl.

pastel_outfits

Shirt – FARAH // Shirt – FRED PERRY // T-Shirt AMERICAN APPAREL
Schuhe – NIKE // Shorts – ASOS

SPORTY

Der Sport hat uns in der Streatwear immer noch fest im Griff! Tanktops, Basketballhosen, weiße Socken, massive Senker sind schon Klassiker im Koffer. Besonders praktisch wird das Ganze, wenn ihr eine Badehose besitzt, die problemlos auch auf der Straße getragen werden kann. Die coolsten Modelle findet ihr HIER.

sporty_outfits_1

Shirt – TOPMAN // Shorts – ADIDAS ORIGINALS STAN SMITH // Shirt – SELECTED HOMME // Shorts – SONS // Shirt – ANTIOCH

GRAFRISCHE PRINTS

Neben Pastell sind auch grafische Printe diese und sicher auch nächste Saison für die warmen Tage perfekt geeignet. Da die Shirts aber schon ziemlich auffallen sind, sollten sie mit schlichten Hosen und Schuhen kombiniert werden, am besten in Weiß, Schwarz,Grau oder Beige.

grafische_outfits

Shirt – J.W. ANDERSON // Shirt – MARNI // Shirt – TOPMAN // Shirt – COS
// Hose & Schuhe – TOPMAN //

Must-Haves im Juli – meine Favoriten

Geht es nur mir so, oder vergeht die Zeit wie im Flug? Es ist schon wieder fast Ende Juli und damit hat der Sommer schon wieder Halbzeit. In Kooperation mit Gillette zeige ich euch auch in diesem Monat wieder einige Favoriten, auf die ich einfach nicht verzichten konnte.

Neuer Monat neue Schuhe. Pünktlich zur Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin kam der neue adidas Tubular heraus. Wie man vielleicht schon mitbekommen hat, bin ich inzwischen großer Fan des Sneaker geworden.
Inspiriert vom klassischen Y-3 Schuh, sind die Tubulars ein wirkliches Fashionpiece, das dazu auch noch super bequem ist! Neben der Neoprenversion gibt’s den Trendschuh seit neuestem auch in der Powerknitvariante mit Schlangenmuster. Das klingt zuerst schon ein wenig bizarr, ist in der Realität aber wirklich dezent und ein tolles Detail bei schlichten schwarzen Looks. Ein Outfit mit dem Schuh folgt noch!

Adidas Tubular Knit

Mit dem Sommer und der Sonne, feiern wir außerdem die Geburtsstunde der deutschen Erstausgabe des Mode-Magazins Numéro und Numéro Homme. International durch den coolen Mix aus Mode, Design, Kunst und Kultur schon sehr bekannt, waren sie in Deutschland bisher nur in der eingefleischten Modeszene ein Begriff. Das wird sich jetzt aber ändern. Das Männermagazin besticht durch eine sehr hochwertige Aufmachung, großartigen Editorials und interessanten Interviews, wie das mit Karl Lagerfeld oder James Deen. Für Tage am See ein absolutes Must-Have!

Numero Mister Spex Michalsky Ipod

Passend zum Hochglanzmagazin gab es auch etwas für die Augen. Wer es noch nicht weiß: Ich bin kurzsichtig und quasi blind, wenn ich keine Kontaktlinsen trage. Im Sommer und ganz besonders zur Pollenzeit sind die kleinen Sehhelfer aber eher eine Qual, denn meist trocknen sie das Auge noch weiter aus und fangen irgendwann an zu schmerzen. Es musste also eine Brille her, die auch draußen tragbar ist. Bei der Kollektion von Michalsky und Mister Spex wurde ich sofort fündig und verguckte mich sofort in das Modell Kreuzkö, welches mit der grünen melierten Farbe besonders bei mir punktete. Ich stehe einfach die Retro-Brille, die zwar dezent aber trotzdem irgendwie ein Eye-Catcher ist.

Wie man schon auf meinem Instagram Account sichten konnte, ging es für mich letzte Woche auf’s MELT! Festival. Da es mein erstes Festival mit Zelten und allem drum und dran war, muss ich zugeben, das ich ein wenig – sagen wir mal – Respekt vor der Sache hatte. Ich hatte einfach keine Ahnung was man braucht, um die drei Tage zu erleben.
Wem es ähnlich geht, der sollte jetzt aufpassen: hier findet man noch einmal die nützlichsten Produkte für ein Festival, die die Zeit ohne Dusche und Bett auf jeden Fall erträglicher machen. Oropax sind auf jeden Fall die größten Helfer, welche die Geräuschkulisse neben dem Zelt fast komplett abschotten. Lediglich den Bass muss man akzeptieren.

Oropax-Gillette-Body_2

Besonders zu erwähnen ist auch der Gillette Body. Gerade wenn es um Hygiene geht, sollte es erstens schnell gehen und zweitens sollten gerade wir Jungs darauf gut vorbereitet sein, sonst kann’s schnell peinlich werden. Warum? Hygiene spielt auf einem Festival eher eine Nebenrolle, was dem Tanznachbar schnell gegen den Strich gehen kann. Deswegen aufgepasst: Eine Körperrasur sieht nicht nur gepflegt aus wenn man bei der Hitze Oberkörperfrei rumläuft, sondern man vermeidet damit auch lästige Gerüche, sodass bei einem Festivalflirt nichts schiefgehen kann. Eine detaillierte Review von mir gibt es HIER.

Um sich auf der Fahrt zum Festivalgelände schon mal in Stimmung zu bringen, die Texte der Lieblingsbands nochmals durchzugehen oder einfach nur um die lange Reise zu überbrücken – es lohnt sich, seinen iPod (Shuffle) noch einmal herauszukramen. Nicht nur, weil er keinen Platz wegnimmt, sondern auch vor allem, weil man ab der ersten Minute zum Festival man auf jedes Prozent des Handyakkus angewiesen ist. Aufladen kostet auf dem Festival nämlich.

Meine Playlist ist zur Zeit mit fast allen Titeln des Sängers JORIS bestückt, der einem mit seinem Album schon nach kurzer Zeit das völlige Gefühl der Entspannung gibt. Gar nicht mal so übel, wenn man den Bässen auf dem Festival mal entkommen möchte. Hier gibt es das Album von Joris zu hören.

Albumcover von Joris

Das letzte Wochenende konnte man mit dem Titel “36 Grad und es wird noch heißer” nicht besser beschreiben. Damit die Tage erträglich werden und nicht mit einem Sonnenstich enden, ist eine Kopfbedeckung am Strand, auf dem Festival oder auch beim Shoppen nicht nur eine gute Wahl, sondern auch ein Accessoire, das jeden Look abrundet. Lange war ich auf der Suche nach dem passendem Hut, bis ich vor kurzem bei ASOS fündig wurde.
Ich mag die etwas breitere Krempe, sowie das feste Filz-Material, das den Hut ziemlich hochwertig macht. Auf meinem Instagram Account habe ich bereits ein Outfit gepostet. Kaufen könnt ihr ihn HIER.

Ein von Oliver (@mreigensinn) gepostetes Foto am


Asos-Filzhut-breiter-krempe

Die schönsten Männerlooks // MBFWB SS16

Kaum hatte die Berliner Fashion Week mit dem Zalando Fashion House am Montag begonnen, zieht sie seit gestern auch schon wieder weiter. Wir hatten eine schöne, sehr stressige, ziemlich aufregende Zeit, in der uns wieder auf unzähligen Shows, Messen und Events, die Männermode für den Sommer 2016 präsentiert wurde. Natürlich wollen wir euch unsere Lieblingslooks der Designer als auch die Trends für die nächste Spring/Summer-Saison nicht vorenthalten.

FARBEN

Viele Kreationen haben uns Lust auf den nächsten Sommer gemacht, denn Farben spielen eine besonders große Rolle. Auffällig war dabei, dass sich in fast jeder Kollektion mindestens ein Teil in einer Variante der Farbe Grün finden lässt. Limone, Khaki, Grasgrün sind nur einige Beispiele für den sehr sommerlichen Farbton.

GrünFashionweek

Sopopular // Kilian Kerner // Hien Le // Julian Zigerli

Auch Orange wird wieder eine große Rolle spielen, jedoch weniger in der intensiven Variante, sondern eher gedeckt, in einem erdigen Spektrum.
IVANMAN zeigt neben Torerojacken in leuchtendem Rot und einem Pullover in sattem Gelb auch diese Saison wieder, wie Understatement in Sachen Farbe funktioniert. Wer nicht auf elektrisierende Töne steht, kann zum Beispiel mit einem bunten Shirt unter einem schwarzen Pullover schöne Akzente setzen.
Etwas, das man diesen Sommer schon öfter in den Stores sieht und nächstes Jahr voll durchstarten wird, sind Pastelltöne in Form von langen T-Shirts oder kurzen Hosen. Nach dem Monochrom-Trend kommt nun endlich wieder frischer Wind in die Mode!

Farbtrends Fashion Week SS 2016

Ivanman // Ivanman // Barre Noire // Kilian Kerner

MATERIALIEN

Im Sommer 2016 sind neben Trend-Techmaterialien wie 3D-Mesh und Kunststoff aber vor allem feine, fließende Stoffe angesagt. Baumwollsatin, Seide oder Leinen sehen im Sommer nicht nur super aus, sondern mache die warmen Temperaturen auch etwas angenehmer. Leder gab es kaum, nur Denim bietet einen Kontrast zu den luftigen Teilen. Denimshirts und -jacken geben dem Outfit einen gewissen Retrolook, den man schon ganz 70’s-like in diesem Jahr des Öfteren gesehen hat.

Material Mode für Männer 2016 Trend

Barre Noire // Sopopular // Vektor // Vektor

SCHNITTE

Die Berliner Mode zeichnet sich durch ihre Nähe zum Streetstyle aus. Das heißt, man konzentriert sich in der Hauptstadt Deutschlands zum Großteil nicht auf ausgefallene und übertriebene Silhouetten, sondern darauf, dass man die Teile auch gleich vom Runway weg tragen könnte. Skinny-Jeans und enganliegende Stoffhosen werden im nächsten Sommer weniger zu sehen sein, dafür werden eher lässige, übergroße Schnitte den Sommer 2016 zu einer angenehmen Saison machen.
HIEN LE ließ sich für seine Kollektion vom Kalifornien der 60er Jahre und den Tennisdresses dieser Zeit inspirieren. Halblange Ärmel und kurze Krägen bei T-Shirts und Hemden wurden zu eleganten langen, oder sehr kurzen Hosen kombiniert. Durch die gewählten Materialien, wie Seide oder leichte Baumwolle, wird der Sporty-Chic-Trend auf ein neues und viel eleganteres Niveau gehoben.
Bei BRACHMANN geht es gewohnt klassisch zu. Wunderbar maskuline Silhouetten mit den für das Label typisch auffälligen Krägen, machten auch diese Show zu einem unserer Highlights. KILIAN KERNER versetzt uns zurück in die Zeit von Love, Peace & Harmony und zeigt Hemden mit Revers, die über einem Rollkragen getragen werden.

Männermode Schnitte 2016 Trends

Brachmann // Brachmann // Hien Le // Kilian Kerner

Wir sind gespannt, was der Sommer 2016 für die Männermode bereit hält!

Geschlechtsneutrale Outfits von Edmund Ooi HW 2015/16

Ooi-AW-2015_16

Geboren und aufgewachsen in Malaysia, launchte Edmund Ooi sein eigenes Label 2013, nachdem er erfolgreich die Royal Acadamy of Fine Arts in Antwerpen besuchte. Bereits während des Studiums konnte Ooi erste Erfolge feiern, indem Nicola Formichetti, Fashion Director der Vogue Homme in Japan, eine seiner ersten Kollektionen im eigenen Pop Up Store im trendigen New Yorker District Tribeca zum Verkauf anbot. In der Avantgarde Szene bereits gut etabliert, wagt der Sohn einer Maßschneiderin, nun den Sprung auf die Große Modebühne. Im Rahmen der Mailänder Männermodewoche präsentiert das noch junge Label seine Herbst/Winter Kollektion 2015 im Armani Theater. Obwohl ich es selber nicht persönlich zur Show geschafft habe (das Versprechen mit der Familie den Geburtstag meines Vaters zu feiern ging vor), war ich doch sehr beeindruckt von den Laufstegbildern. Bereits während der Show konnte ich quasi direkt erste Eindrücke sammeln, da Heiko, ein befreundeter Blogger, die Show im Armani Theater mitverfolgte. Unisex scheint mir der wohl passendste Begriff für Edmund Ooi´s kommende Herbst/Winter Kollektion. Er ist herausragend, wenn es um die Schaffung von Outfits geht, die sich keiner geschlechterspezifischen Bestimmung unterwerfen lassen. Eine besonders große Rolle spielen dabei die Schnitte und Materialkombinationen. Ein wunderschöner Anzug gefolgt von einem Rock oder einem Strickkleid? Warum nicht! Es scheint wie ein Aufruf dazu Kleidung nicht als Geschlechterbestimmung zu sehen. Inspiriert durch das später 18. Sowie das frühe 19. Jahrhundert, eine Zeit in der hohe Krägen eine wichtige Rolle spielten, zeigte Ooi eine farbenfrohe Kollektion, die sich durch die Prints und geometrischen Formen auszeichnet. Mein Favorit ist die Kombination aus grauer Hose mit weißem Kontraststreifen, kombiniert zum weißen Hemd und Jacke in verschiedenen Grautönen und geometrischen Aufnähern. Eine Kollektion die ihren teilweise mutigen Träger sucht und bestimmt finden wird.