Category Archives: Fashion Blogs

REALMENSWEAR // Was Mode mit dem Fluchen verbindet

“Real Menswear” bekommt durch ein einzige Leerzeichen eine völlig andere Bedeutung. Das lustige Wortspiel “Real Men Swear” hat sich nun ein TUMBLR zu Eigen gemacht, der Streetstyle-Fotos mit Fluch-Sprechblasen kombiniert und so eine amüsante Situationskomik schafft. Der Tumblr hält Gedanken in Worten fest, die man beim Betrachten der Fotos teilweise selbst hatte – man nehme als Beispiel diesen “Obdachlosen” hier:

Mode, die ja in der Regel eher selten durch Amüsement überzeugt, erhält auf diesem Tumblr durch einen völlig neuen Blickwinkel eine gänzlich neue Bedeutung. Wir finden das extrem lustig und wünschen uns in der teils so ernsten und verkrampften Szene mehr solcher Ideen! Also lacht und entspannt euch – HIER!

Die elegante Hose mit “Blattdruck” – Wer will’s tragen?

Beim Online-Shopping an Dingen hängenbleiben, bei denen man nicht weiß, was sich die Firma dabei gedacht hat, ist für mich das beste am Durchstöbern des Internets. Schon oft sind wir über ein “Wer soll das bitte anziehen”-Produkt gestolpert und wollten euch natürlich auch daran teilhaben lassen, denn es ist immer ziemlich witzig und manchmal sogar sehr kurios.

Dieses mal stellt sich aber eher die Frage “Wer will’s tragen?”, denn auf den ersten Blick macht die Hose, die ich beim virtuellen Gestöber auf ASOS entdeckte, eine gute Figur. Eine elegante, schmal geschnittene Hose mit “Blattdruck”, die mit ihrem verkürzten Schnitt total im Trend liegt.. ehm… Blattdruck?… warte… das sind …Hanfblätter!

Kombiniert zu ein paar Loafern oder Oxfords und einem lässigen Basicshirt, welches in die Hose gesteckt wird oder auch mit einem Hemd, ist sie eigentlich super einsatzfähig, wäre da nicht die Blattform, die dann eher doch nur zum edlen Gang zum nächsten Dealer passt, als zu einem schicken Abend zu Zweit. Damit ist die Frage, zu welchem Anlass man die Hose denn tragen könnte, auch geklärt. Kleiner Tipp noch von uns, wozu man die Hose besser nie tragen sollte: Zum Reisen mit dem Flugzeug. Ein (längerer) Zwischenstopp beim Zoll dürfte nämlich sicher sein!

Wer seiner Leidenschaft gern Ausdruck verleihen will, der kann dies in qualitativ hochwertigen und eigentlich sehr stilvollen Varianten tun. Sie bestehen aus 100% Baumwolle.

Eng geschnittene, elegante Hose mit Blattdruck gibt’s HIER.

Shorts mit Laubmuster HIER ergattern.

Pelayo Diaz x Eastpak – die Fall/Winter 2014 Kampagne

Pelayo Diaz (Katelovesme) x Eastpak Fall/Winter 2014

Die Fashion Blogger sind schon seit längerem auf dem Vormarsch und es scheint, als nähme der Hype um die großen Gesichter der einst belächelten Branche wohl kein Ende. Jüngst meinte das New York Magazine in einem Artikel, dass das Ende der goldenen Ära für viele von uns nah sei. Ich persönlich stimme dem Artikel absolut zu, denke jedoch, dass sich besonders die Sichtweise verändert hat, die sich nun auch auf die Blogger selbst auswirkt. Längst ist das eigentliche Online-Tagebuch kein Hobby mehr. Die Entwicklung machte aus dem Bloggen ein echtes Business, wo nun auch Kritik, Zahlen und ganz besonders auch Arbeit dahinter stecken. Nur damit bleibt das erhalten, was die frühe Blogger-Generation vor ein paar Jahren noch zugeschmissen bekommen hat. Längst reicht es nicht mehr aus, sich und seinen Lebensstil zu präsentieren, um bei den Lesern Eindruck zu schinden. Der Markt ist einfach viel zu groß geworden.

Projekte wie das Modeln, eigene Kollektionen oder auch nur das Mitdesignen bei einer großen Modemarke, wie es zum Beispiel Garance Doré für Marc O’Polo getan hat, haben zwei Ziele: Zum einen wird das Image und die Marke, die sie verkörpern, gesteigert, zum anderen eröffnen sich so neue Wege, Geld zu verdienen. Längst stehen dabei die Blogs längst nicht mehr im Mittelpunkt, welche die Menschen dahinter zu dem gemacht haben, was sie heute sind: Stilikonen.

Besonders freuen wir uns, wenn wir die männlichen Bloggerstars sehen, denn eine Menge davon gibt es nicht. Ein großes Vorbild für viele, und für uns natürlich auch, ist natürlich Pelayo Diaz, der für seinen extravaganten Stil und seiner Leidenschaft für Designerklamotten von vielen auf Katelovesme bestaunt wird.

Sein Talent hat nun auch Eastpak erkannt und kombiniert ihn wie ein cooles Accessoire zu den neuen Produkten der Marke. Das Taschenunternehmen hat sich in den letzten Monaten stark entwickelt, wobei sich jedoch der eigentliche Stil kaum verändert hat. Funktionalität steht an erster Stelle.

Prince Pelayo soll nun mit einer Prise Katelovesme das bewirken, was Eastpak früher schon einmal erreicht hatte: die Versinnbildlichung als Statussymbol für fast alle Altersschichten, das für Qualität und eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Produkten bekannt ist. Für jeden gibt es die passende Farbe, Muster und Form. .

Meinen Eastpak-Favoriten gibt übrigens hier.

TILLMANN LAUTERBACH – ein deutscher Newcomer auf der Überholspur

Neben den großen Labels und ihrer enormen Geschwindigkeit, gefühlte 19 Kollektionen in einem Jahr zu designen, gibt es immer noch die kleinen großen Helden, die versuchen im großen Modezirkus noch einen Platz auf dem Karussell zu bekommen.

Jeder wird es vielleicht nachvollziehen können, wie schwer es ist, sich neben den großen Konzernen wie H&M & Co, die quasi die Trends der Laufstege in “Echtzeit” in ihren breitgefächerten Kollektionen mit einbauen, durchzusetzen. Meist geht es mehr um Glück, als um eigentliches Talent. Das finden wir doof und deshalb unterstützen wir Newcomer, die den Sprung ins tiefe und volle Modewasser mit geschlossenen Augen riskieren.

Schon vor seiner Nominierung als Finalist des “Young Fashion Designer Prize” vom Luxusgüterkonzern LVMH, ist uns der in Deutschland geborene Designer durch seine moderne Eleganz aufgefallen, die er in seinen Kollektionen mit hochwertigen Stoffen verbindet. Durch seine nunmehr acht Kollektionen zieht immer wieder das Wort “artisanal” (handwerklich), auf das Lauterbach (37) großen Wert legt. Einzigartigkeit ist der Kerngedanke, welchen er in seinem Studio in Paris mit einem kleinen Team versucht, aufrecht zu erhalten.

Das gefiel anscheinend auch der Jury, in der Karl Lagerfeld (Chanel / Fendi / Karl Lagerfeld), Raf Simons (Raf Simons / Dior) , Marc Jacobs (Marc Jacobs), Nicolas Ghesquière (Louis Vuitton) und Riccardo Tisci (Givenchy) und weitere namhafte Designer zu finden sind. Wenn das mal kein Ritterschlag ist.

Tillmann Lauterbach, der Halbbruder von Schauspieler Heiner Lauterbach, konzentriert sich bei der Inspirationssuche für seine Designs auf das Erstellen von Collagen, die nach Farben, Texturen, oder Formen kategorisiert werden. Er nennt dies “bricolage elegant”.

Zusammengeführt ergeben sie den Leitgedanken, für den Lauterbach steht:

“Tillmann Lauterbach designs for men who live a modern, fragmented lifestyle.” (tillmannlauterbach.com)

Ich muss sagen, dass ich verstehen kann, dass der Designer bei diesem Talent für cleane, elegante und besonders tragbare Männermode, sowie einem Blick für Trends, seine Karriere in Paris und nicht in Berlin begann. Das was er kreiert, gehört auf die großen Laufstege. Ich würde gern jedes einzelne Teil aus der letzten Kollektion tragen wollen.

Für jedes Wetter die passende Lage – I love layering!

Habe ich schon erwähnt, wie kalt es hier in New York teilweise ist? Okay, eigentlich hat es momentan “nur” so -8°C aber es fühlt sich gerade morgens und abends an wie in der Arktis! Es mag daran liegen, dass wir in Deutschland immer weniger mit wirklicher Kälte konfrontiert werden, vielleicht ist es aber auch einfach nur der eisige Wind, der hier ständig durch die Straßenschluchten Manhattans weht. Auf jeden Fall friere ich ständig und habe natürlich keine richtig dicke Winterjacke dabei – schließlich musste ich mein Gepäck für 7 Monate auf zwei Koffer beschränken!

Meine Lösung? Layering! Ich nutze den Zwiebellook voll aus, mit T-Shirt kommen locker fünf Schichten zusammen, die mich dann halbwegs warm halten! Der positive Nebeneffekt des Looks: Komme ich in wärmere Bereiche wie die U-Bahn, so kann ich schnell eine Schicht ausziehen oder mir die Jacke einfach lässig über die Schultern hängen. Außerdem gefällt mir der Extrem-Zwiebellook optisch sehr sehr gut, er ermöglicht es, verschiedene Muster und Materialien zu mischen.

Jacke: COS // Jeansjacke: LEVI’S // Sweat-Bomber: COS // Hemd: SELECTED HOMME Jeans: COS // Sneakers: ADIDAS

Bleiben als Schwachstelle noch meine Füße, denn auch hier habe ich aus Platzgründen auf allzu viel wintertaugliches Schuhwerk verzichtet. Doch auch hier habe ich ein hilfreiches Gadget gefunden: Einlegesohlen aus flauschigem Lammfell in meinen Adidas Stan Smith, die die Füße deutlich wärmer halten!